Freiwilliger Klimaschutz für Unternehmen

„Aus Problemen Chancen machen“ – so lautet das Motto von ClimatePartner, einem Unternehmen, das seinen Kunden Lösungsansätze rund um den Klimaschutz anbietet. Ein Konzept dabei ist beispielsweise das der Klimaneutralität: Da CO2 eines der führenden Treibhausgase im Klimawandel darstellt, sollte es dringend reduziert oder ganz vermieden werden. Dies ist jedoch nicht immer realisierbar, vor allem nicht in der Wirtschaft. ClimatePartner bietet seinen Geschäftspartnern die Möglichkeit den CO2-Ausstoß, der bei Geschäftsreisen oder dem Transport anfällt, zu neutralisieren. Möglich ist dies, da es global gesehen egal ist wo CO2 entsteht und wo es neutralisiert wird. So kann jedes Produkt am Ende klimaneutral sein.

Das Unternehmen Meyer/Stemmle macht dies vor. Kunden ist es möglich hier klimaneutrale Verpackung, zum Beispiel für Lebensmittel, zu bestellen und diese als solche zu kennzeichnen, damit umweltbewusste Einkäufer sich bewusst dafür entscheiden können.

Klimaneutralität basiert auf dem Ankauf und der Löschung von Emissionsminderungszertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten. Diese Projekte werden alleine für die Klimaneutralisierung in die Welt gerufen. Sie müssen verschiedene Kriterien erfüllen, um unterstützt zu werden. Zum einen muss die Klimaneutralisierung garantiert werden. Zum anderen muss sichergestellt werden, dass durch die Minderung des CO2 nicht andernorts zusätzlich CO2 entsteht.

Projekte bei ClimatePartner laufen derzeit unter anderem in Indien, China, Südafrika und Guatemala. Durch das guatemaltekische Projekt Poza Verde, bei dem Elektrizität aus Wasserkraft gewonnen wird, werden jährlich 198.803 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. CO2 wird reduziert, in dem die Nachfrage nach Elektrizität aus fossilen Brennstoffen verringert wird. Durch dieses Projekt wird die einheimische Bevölkerung nachhaltig unterstützt und gefördert.
Fraglich ist hierbei allerdings, ob mancher CO2-Ausstoß, zum Beispiel bei Dienstreisen, nicht generell vermieden werden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass Firmen den Emissionsausgleich nicht nur zur Imageverbesserung einsetzen, sondern dieser einen Anreiz zu einer wirklich klimafreundlicheren Firmenpolitik bieten kann.

Felicitas Wagner

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