Einfach, günstig und verpackungsarm – gemeinsam einkaufen als Foodcoop

Foodcoop Braune Linsen - kein Hintergrund
© Nadine Carolin Wahl

Zusammen kann man mehr erreichen als allein – das gilt jedenfalls für das gemeinsame Einkaufen. Immer mehr Menschen schließen sich als sogenannte Foodcoop, eine Lebensmittelkooperative, zusammen, um dadurch von verschiedensten Vorteilen zu profitieren. So gelingt das Einkaufen einfach, günstig und verpackungsarm.

Was ist eine Foodcoop?

Eine Foodcoop ist ein Zusammenschluss mehrerer Menschen, die gemeinsam – üblicherweise haltbare – Lebensmittel einkaufen. Eine Foodcoop kann als lose Gemeinschaft oder auch als Verein organisiert sein. Die Idee ist, sich als Gruppe zusammen zu tun, um von diversen Vorteilen des Zusammen-Kaufens zu profitieren. Meist finden sich Menschen zusammen, denen an fair, ökologisch und regional produzierten Lebensmitteln gelegen ist – und die auch speziell solche Erzeuger unterstützen wollen.

Was sind die Vorteile des gemeinsamen Einkaufens?

1) Weniger Verpackung

Kleiner Plastikeimer, gefüllt mit roten Kidneybohnen, gehalten von einer Hand. Hintergrund: Holzschrank.,
Verpackungsfrei einkaufen mit den eigenen Behältern. © Nadine Carolin Wahl

Foodcoops kaufen Lebensmittel in Großmengen. Ein entscheidender Vorteil davon – und die ausschlaggebende Motivation für viele, die sich einer Foodcoop anschließen – ist, dass hierbei viel weniger Verpackung anfällt. Etwa wenn nicht jeder eine einzelne 500 Gramm Packung Mehl kauft, sondern zusammen in einen 25 Kilo Sack Getreide investiert wird. Ganz besonders der Fall ist das bei Lebensmitteln, die in großen Pfandbehältern vom Erzeuger bezogen werden. Die Lebensmittel werden an einem gemeinsamen Verteilpunkt gelagert, auf den alle Mitglieder der Foodcoop zugreifen können. Jeder bringt seine eigenen, optimalerweise wiederverwertbaren Behälter mit (wie in einem Unverpacktladen) und füllt seinen Bedarf an Lebensmitteln selbst ab.

2) Günstigere Preise

Doch der Kauf von Großmengen bringt auch noch einen anderen Vorteil mit sich: Großhändlerpreise. Zwar fallen auch für eine Kooperative Kosten an, etwa für Miete oder die eigene Webseite, die von den Mitgliedern gemeinsam gedeckt werden. Dafür fallen andere Ausgaben weg – etwa die für Zwischenhändler.

3) Flexiblere Einkaufszeiten

Hat die Foodcoop einen für die Mitglieder frei zugänglichen Verteilpunkt, profitieren diese zudem von flexiblen Einkaufszeiten.

4) Austausch & Gemeinschaft

Der Austausch untereinander ist in einer Foocoop wichtig, auch weil eine solche Gemeinschaft auf dem Vertrauen basiert, dass jeder nur das nimmt, was er auch angibt.

Wie findet man eine passende Foodcoop?

Foodcoops gibt es mittlerweile in vielen Städten. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Lebensmittelkooperativen hat hier in ihrer Foodcoopedia eine Liste aller Foodcoops in Deutschland angelegt.

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Nadine Carolin Wahl schreibt als Freie Autorin über Selbstversorgung und alternative Lebensweisen. Sie ist Gründerin von „Wilde Kultur “ und lebt auf einem Bauernhof im Hochschwarzwald.