DWD-Klimapressekonferenz 2012

Dürre

Der langfristige Trend zu steigenden Temperaturen ist weltweit und in Deutschland ungebrochen. Dieses Fazit wurde bei der diesjährigen Klimapressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes am 3. Mai 2012 in Berlin gezogen. Weltweit waren 28 der letzten 30 Jahre zu warm. Darüber hinaus traten die fünf wärmsten Jahre seit Beginn der deutschlandweiten Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in diesem Zeitraum auf. Die globalen Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasen zeigen bisher noch keine dämpfende Wirkung auf die Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperaturen.

Der DWD-Vizepräsident Dr. Paul Becker verwies auf die Notwendigkeit erfolgreicher internationaler Zusammenarbeit was den Klimaschutz und die frühzeitige Anpassung an den Klimawandel betrifft, da sich als Folge des Klimawandels die Lebensräume weltweit verändern werden. Jahrzehntelange Beobachtungen und die Berechnungen von Klimamodellen zeigen, dass der globale Klimawandel auch das weltweite Wettergeschehen verändert.

Laut Prognosen ist in Deutschland im Sommer zukünftig mit weniger regenreichen Wetterlagen zu rechnen. Die Niederschlagsarmut führt zu mehr Trockenheit und kann zu Dürreperioden mit Ernteeinbußen in der Landwirtschaft sowie Problemen bei der Wasserversorgung führen. Besonders im Winterhalbjahr ist häufiger mit regenreichen Tiefdruckgebieten aus Westen zu rechnen, die kräftige Starkniederschläge mit sich bringen. Die Winter in Deutschland werden in Zukunft nasser und milder, was häufiger zu gefährlichen Überschwemmungen führen kann.

Zum Zweck des globalen Wissensaustausches über den Klimawandel und die Klimaforschung wurde im Mai 2011 von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die Initiative Global Framework for Climate Services (GFCS) beschlossen. Mit ihr wurde ein internationaler rechtlicher Rahmen für die gegenseitige Hilfe bei der erforderlichen Anpassung an die Klimaänderungen geschaffen.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels in Deutschland ist ein umfassendes Einfließen der Ergebnisse der Klimaforschung in die Entwicklungspläne der Politik und die gesetzlichen Regelungen. 

Lauren Mertens

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