cubile – eine stromlose Alternative zum Kühlschrank

cubile

Vorratskammern gefüllt mit Lebensmitteln, die eingelagert werden sollen oder kühl und trocken gelagert werden müssen, kennt die ältere Generation wohl noch allzu gut. Heute jedoch verschwindet ein Großteil der Lebensmittel im Kühlschrank oder verdirbt auf Grund unsachgemäßer Lagerung schnell. Abhilfe kann nun die stromlose Lagermöglichkeit „cubile“ schaffen.

Mit cubile lassen sich moderner Lebensstil und Nachhaltigkeit auf einfachste und doch trendige Art und Weise verbinden. Die platzsparende Vorratskammer, entwickelt von der Diplom-Designerin Anne Ziegler, funktioniert ganz ohne Strom. Ihre Keramikbehältnisse nutzen jedoch das physikalische Prinzip der Verdunstungskälte. Dadurch können frische Lebensmittel, die kälteempfindlich sind, ihr Aroma durch Kälte verlieren – wie Tomaten – oder noch reifen müssen, schonend gelagert werden, wobei Qualität und Haltbarkeit nicht beeinflusst werden.

So funktioniert cubile

In der cubile-Dunkelkammer können Lebensmittel, wie Kartoffeln, Zwiebeln oder Knoblauch, gelagert werden.

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Im luftzirkulierenden Gefäß wiederum finden sich Obst und Gemüse, wie Ananas, Banane, Mango, Fenchel oder Sellerie, wieder, da durch die Eigenschaften des Steingutes Feuchtigkeit aufgenommen und gespeichert wird, zugleich aber die Luft zirkulieren kann.

Im letzen, dem kühlenden Gefäß von cubile, werden Lebensmittel schonend gelagert und nicht unterkühlt, sodass ideale Bedingungen für Pfirsiche, Kiwis, Tomaten oder Blumenkohl gegeben sind. Das Erstaunliche dabei: In dem Gefäß kann eine Temperaturreduktion um zwölf Grad von der Außen- zur Innentemperatur erreicht werden.

Weiterhin sorgt die Wellenstruktur der Einlegefächer für die Belüftung und Ableitung von Tropfwasser. Schimmel und Druckstellen werden vorgebeugt. Der Deckel von cubile dient zuletzt auch als Ablage, während das Gestell weitere Ablagemöglichkeit bietet.

Doch nicht nur im Hinblick auf Lebensmittel wurde bei cubile das Prinzip der Nachhaltigkeit beachtet: Bei der Herstellung werden ausschließlich natürliche Materialien mit einer geringen Transportdistanz, wie beispielsweise Resthölzer deutscher Eichen, verwendet. Da verwundert es nicht, dass „cubile“ bereits zum Bundespreis „ecodesign 2013“ nominiert worden ist.

Die einfache aber äußerst ressourcenschonende Vorratskammer spart somit nicht nur Platz im Kühlschrank ein, sondern trägt ganz ohne Strom zu einer entsprechenden Lagerung unserer Lebensmittel und damit einer verlängerten Haltbarkeit bei. 

Ab wann es den cubile zu kaufen gibt, steht noch nicht fest – die Designerin Anne Ziegler arbeitet jedoch mit Hochdruck daran.

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