CO2-neutrale Webseite

CO2 neutrale Website; Bild: shutterstock (Bildmontage)

Das Internet verursacht so viel CO2 wie der internationale Luftverkehr. Das hat ein Team aus Dänemark dazu veranlasst, die Initiative CO2-neutrale Website zu gründen. Unternehmen, die beitreten, können den CO2-Ausstoß ihrer Webseitenbenutzer neutralisieren.

Rechner und die für die Internetnutzung notwendigen Komponenten benötigen Strom und stoßen dadurch indirekt CO2 aus. Unternehmen können jedoch ihre Internetauftritte CO2-frei gestalten – nicht nur durch CO2-freie Hostings, sondern auch durch die CO2-freie Nutzung durch die Webseitenbesucher. Auf die Technik der Internetnutzer können Websitebetreiber keinen Einfluss nehmen. Durch die Mitgliedschaft der Initiative CO2-neutralWebsite könne sie aber alle CO2-Emissionen neutralisieren, die bei Aufbau, Pflege und Nutzung der Websites entstehen.

Dafür berechnet die Initiative den CO2-Ausstoß auf Basis der vom Unternehmen bereitgestellten Nutzerzahlen. Monatlich fallen für die CO2-Neutralisierung zwischen 228 und 828 Euro für 10.000 bis 500.000 Seitenzugriffe an. Das Geld fließt in verschiedene Klima- und Umweltschutzprojekte. Beispielsweise werden in Kenia energiesparende Herde installiert. Das führt dazu, dass weniger über dem offenen Feuer gekocht wird, was die Abholzung verringert. Ein weiteres gefördertes Projekt ist Teil des Carbon Balanced Programme in Ecuador. Hier werden durch die Methode REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) CO2-Emissionen neutralisiert. Diese Vorgehensweise zählt bei der UNO als kostengünstigste Möglichkeit des Klimaschutzes. Betreiber des Programms ist die Naturschutzorganisation World Land Trust. Des Weiteren hat sich die Initiative CO2-neutalWebsite an dem Bau einer Windkraftanlage in Kopenhagen beteiligt.

Für Webseitenbenutzer ist  die CO2-Neutralisierung der Seite durch ein Icon ersichtlich. Bei einem Klick darauf gelangt der User auf das Zertifikat, das den CO2-Ausgleich bescheinigt. Unternehmen bekommen neben dem Zertifikat auch kostenlose Energiespartipps für ihren Webauftritt und eine Verlinkung auf der Seite www.co2neutralwebsite.com.

Aus über 25 Ländern haben sich Unternehmen bereits beteiligt, auch erste deutsche Firmen wie Danone bieten ihren Kunden CO2-freies Surfen an.

Judith Kronberg

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