Alle Jahre wieder

Weihnachten

Bald ist es soweit, Weihnachten steht direkt vor der Tür. Ein Fest der Besinnlichkeit, der Liebe – und zur besonderen Freude von Groß und Klein – der Geschenke und Lichtermeere. Was aber ist mit unserer Umwelt? Freut sie sich genauso auf das bevorstehende Fest? Wohl kaum, denn für sie kommt nun der Gipfel einer ohnehin schon schweren Zeit.

Wir Menschen genießen die Ruhe und Harmonie der kommenden Tage, doch was tun wir in dieser Zeit unserer Umwelt an? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Energie wir jetzt zusätzlich verbrauchen?

Da wären zum Einen die offensichtlichen Energiefresser zum Fest, wie Lichterketten und diverse – selbstverständlich beleuchtete – Weihnachtsdekorationen. Allein die außergewöhnliche Weihnachtsbeleuchtung von Berlin umfasst eine Gesamtlänge von 80 Kilometern und schließt fast 270 Bäume ein. Damit ist sie die größte Installation in ganz Deutschland, die entsprechend viel Energie verbraucht. Über die genauen Verbrauchszahlen schweigen sich die Verantwortlichen jedoch aus, was interessiert es sie auch, schließlich finanziert Stromanbieter Vattenfall ja das leuchtende Unterfangen.

Aber auch die versteckten Verbraucher summieren sich zum Fest erheblich – oder packen Sie Ihre Geschenke etwa nicht ein? Geschenkpapiere, Folien und bunte Schleifchen, all das verbraucht nicht nur reichlich Energie bis es endlich in den Auslagen der Geschäfte ankommt, sondern auch im Nachhinein. Bei der Entsorgung entstehen immense Energiekosten, nicht gerade förderlich für die ohnehin schon belastete Umwelt. Und dann wären da noch Dinge wie Plätzchen Backen oder extra Shoppingtouren für die Weihnachtseinkäufe, schließlich soll ja zum Weihnachtsfest alles perfekt sein!

Wenn das besinnliche Fest dann vorüber ist, geht es mit dem nächsten Höhepunkt weiter. Das neue Jahr wird mit reichlich Getöse begrüßt. Knall- und Feuerwerkskörper verpesten die Luft und verschrecken so manches Tier. Einmal ganz abgesehen von den auch hierfür nicht unerheblichen Energiekosten, bis die Mini-Bomben endlich in deutschen Geschäften verkauft werden können. Die Energiebilanz von Feuerwerkskörpern interessiert zu diesem Zeitpunkt die wenigsten und der Feinstaub, der am Silvesterabend in die Atmosphäre gepustet wird, kann locker mit dem aus Verkehr und Industrie mithalten.

Ich für meinen Teil werde auch in diesem Jahr ein wenig Acht auf ein unweltverträgliches Fest geben und wünsche allen eine frohe und besinnliche Weihnacht.

Judith Schomaker

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