25 Jahre Bergwaldprojekt

Bergwald

Für den durch unseren Konsum verursachten CO2-Ausstoß ist es heute über viele Firmen und Institutionen möglich, eine Ausgleichszahlung zu leisten. Diese wird dann zum Beispiel in Aufforstungsprojekte investiert. Doch wie wäre es, einmal selbst zum Spaten zu greifen und Bäume zu pflanzen? Das Bergwaldprojekt macht es möglich – und das bereits seit 25 Jahren!

Unter dem Motto: „Alle reden vom Wald, wir gehen hin!“ bietet es Privatpersonen, aber auch Firmenbelegschaften oder Schulklassen die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung Pflanz- oder Pflegearbeiten durchzuführen und so den Wald ganz unmittelbar zu erleben.

Für das in vielen Firmen inzwischen übliche „Corporate Volunteering“ bietet sich das Bergwaldprojekt geradezu an. Bei einem solchen betrieblichen Freiwilligentag engagieren sich die Mitarbeiter für einen oder mehrere Tage in einem gemeinnützigen Projekt. Sie brechen damit ihre Alltagsroutine auf und stärken den Teamgeist. Beim Bergwaldprojekt erfahren sie darüber hinaus einiges über die vielfältigen Schutzfunktionen eines intakten Waldes und tun aktiv etwas gegen den Klimawandel.

Gestartet wurde das Projekt 1987 von einem Schweizer Förster und einem deutschen Greenpeace-Mitarbeiter. Zunächst liefen die Aktivitäten ausschließlich in der Schweiz. Doch bald kamen Deutschland, Österreich und Liechtenstein hinzu. Heute bietet die Organisation darüber hinaus Einsätze in Spanien und der Ukraine an. Dabei finden die Aktivitäten nicht mehr auschließlich in Bergregionen statt, selbst auf der Nordseeinsel Amrum gab es schon Einsätze.

Nicht immer werden nur neue Bäume gepflanzt. Tätigkeiten können ebenso die Waldpflege, eine Bachrenaturierung oder Moorwiedervernässungen sein. Doch nicht nur die Arbeiten sind vielfältig. Bei den vielfach mehrtägigen Projekten sind auch die Unterkunftsmöglichkeiten sehr unterschiedlich. Sie reichen von der nur durch einen einstündigen Fußmarsch erreichbaren Forsthütte ohne Warmwasser über den warmen und trockenen, aber wenig romantischen Schutzbunker bis hin zum komfortablen Hotel.

Heute hat das Bergwaldprojekt durchaus Renommee. Es wurde dieses Jahr als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Und nicht nur, dass die Aktivitäten der Bergwaldprojektler aufgrund von immer häufigeren Sturmschäden zunehmend wichtiger werden. Auch wird das Projekt immer besser angenommen. Über 30.000 Freiwillige haben sich inzwischen für einen stabilen (Berg-)Wald engagiert.

Das Jahresprogramm für 2013 ist ab sofort abrufbar.

Birte Moritz

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