Warum keine Mehrwegbecher, BVB?

ein Fan des Fußballvereins Borussia Dortmund sammelt in einer Petition Unterschriften zum Wechsel auf Mehrwegbecher
Fans wünschen sich Getränke aus einem Mehrwegbecher

Bundesliga, DFB-Pokal, Europa- und Champions League – Bei jedem Fußballpiel versorgen sich die Zuschauer mit Getränken in Bechern. Doch dabei entsteht eine riesige Menge an Plastikmüll. Denn die meisten Fußballstadien schenken ihre Getränke immer noch in Einwegplastikbechern aus. So kommen allein beim Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB) bei jedem Spiel mehr als 80.000 Plastikbecher Müll zusammen. Auf das Jahr gerechnet sind das mehr als 1,5 Millionen. Ein Fan des Vereins wendet sich nun zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe in einer Petition für Mehrwegbecher an den Verein.

Er liebt den Fußball und das am liebsten live im Stadion. Doch Nick Heubeck vergeht immer mehr die Lust daran. Denn er stört sich an den großen Müllbergen, die nach den Spielen durch benutzte Einwegplastikbecher entstehen. Mit einer Petition möchte er sich nun mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an die Geschäftsführung des BVB. Damit möchte er den Verein darauf aufmerksam machen, dass auch zehntausende Fans sich für eine Umstellung auf Mehrwegbecher aussprechen würden.

FC Bayern München geht mit guten Beispiel voran

Bis vor circa zwei Jahren wurden Getränke im Stadion bereits mehr als zehn Jahre lang in entsprechenden Mehrwegbechern ausgeschenkt. Doch dann wurde auf Einwegbecher aus Biokunststoff umgestellt. Dabei sind diese Becher genauso umweltschädlich, wie normale Einwegbecher. Der BVB argumentiert, dass eine Umstellung auf Mehrwegbecher nicht mit der Sicherheit im Stadion zu vereinbaren sei. Dass eine Umstellung auf ein Mehrwegsystem im Fußballstadion auch nach jetzigen Sicherheitsvorgaben machbar ist, zeigt jedoch bereits der FC Bayern München. Der Verein hatte Ende letzten Jahres angekündigt, sich in seinem Stadion das System weg von Einwegbechern und hin zu Mehrwegbechern umzustellen.

Umweltauflagen gelten auch für die Großen

„Borussia Dortmund ist ein riesiges Unternehmen mit Vorbildfunktion für die gesamte Bundesliga. Allein in der Saison 2016/17 erzielte der BVB einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Kleine und mittelständische Unternehmen müssen strenge Umweltauflagen erfüllen – wieso sollte das beim BVB anders sein? Der Verein sollte ökologisch auf Profi-Niveau spielen und Verantwortung für eine saubere Stadt übernehmen. Deswegen fordern wir den BVB auf, den Einwegbecher-Irrsinn schnellstmöglich zu beenden und auf Mehrwegbecher umzusteigen“, so die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Quellen: DUH, Change.org