Vom Laufsteg in die Slums: Top-Model Eva Padberg

Sie gehört zu den deutschen Supermodels und hat auf internationalen Laufstegen Karriere gemacht zum Beispiel in London, New York, Paris oder Mailand. Außerdem arbeitet Eva Padberg seit einigen Jahren erfolgreich als Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin. Trotzdem ist die 33-Jährige alles andere als abgehoben und engagiert sich gerade für die, die weitab von Glitzer und Glamour ihr Leben fristen müssen.

Seit 2006 unterstützt die gebürtige Thüringerin die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF und hat seitdem zahlreiche Projektreisen nach Burkina Faso, Südafrika und Georgien gemacht. Eines liegt ihr dabei besonders am Herzen: die Kampagne „Schulen für Afrika“. Um sich vor Ort ein Bild zu machen, besuchte sie 2006 Schulklassen in Ruanda. Über die Kampagne und die Arbeit von UNICEF sagt sie: 
„Das schönste Lächeln der Welt habe ich nicht auf den Laufstegen in Mailand oder Paris gesehen, sondern beim Besuch von UNICEF-Projekten in Ruanda. Die Mädchen dort freuen sich, weil sie in die Schule gehen dürfen.“

Seit Dezember 2012 darf sich das 1,79 Meter große Top-Model UNICEF-Botschafterin nennen. Ihre erste Projektreise seit ihrer Ernennung führte sie im März 2013 nach Kambodscha, ein Land, in dem nur jeder zweite Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser und nur jeder Vierte Zugang zu sanitären Anlagen hat. Im Rahmen der Kampagne „Wasser wirkt“ setzt sich die Hilfsorganisation in dem südostasischen Königreich für sauberes Trinkwasser und Hygiene ein.

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Neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit für UNICEF ist die blonde Deutsche auch bei TransFair aktiv. Eva Padberg unterstützt den gemeinnützigen Verein, der unter anderem das Fairtrade-Siegel vergibt, seit 2008. Zwischen November 2008 und dem Sommer 2009 machte die Mentorin der Model-Castingshow „Das perfekte Model“ im Rahmen der gemeinsamen Kampagne von UNICEF und TransFair „Stoppt Ausbeutung“ auf das Thema ausbeuterischer Kinderarbeit, insbesondere in der Baumwoll- und Textilindustrie, aufmerksam.

Auch nach Abschluss der Kampagne blieb „Fairer Handel“ für sie ein wichtiges Anliegen: Im Vorwort des TransFair-Jahresberichtes 2009/10 forderte sie beispielsweise zum Kauf von Fairtrade-Produkten auf:

„Wir haben die Möglichkeit, die Welt gerechter zu gestalten, indem wir als Kunden im Geschäft nachfragen, woher die Waren stammen und zu welchen Bedingungen sie gehandelt wurden. Ich bin froh, dass ich mit meiner Entscheidung, was ich einkaufe, einen Beitrag dazu leisten kann.“

Für den deutschen Versandhandel OTTO hat Eva Padberg bereits einige Male in „fair fashion“ posiert und nahm für die „faire Sache“ sogar die Herausforderung als Designerin an. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Musiker und Produzenten Niklas Worgt (DJ Dapayk), entwarf sie im Juni 2010 für das Kölner Fairtrade-Modelabel armedangels das T-Shirt „Two Hearts – One Rhythm“, um ein Zeichen gegen Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit zu setzen. Das in puristischer, schwarz-weiß Optik gestaltete T-Shirt besteht aus Fairtrade Bio-Baumwolle und hat einen ökologischen Druck, der auf Wasserbasis basiert. Laut Firmen-Website ist das Shirt mittlerweile bereits ausverkauft.

Zudem setzt sich die Moderatorin der Sendung „InStyle – das TV-Magazin“ für zahlreiche karitative Projekte wie das SOS-Kinderdorf und die Ronald-McDonald-Stiftung ein und unterstützt „Die Chancenstiftung – Bildungspaten für Deutschland“.

Auch ihr jüngstes Engagement gilt der Jugend und deren Zukunft auf dieser Erde: Im März 2013 läutete Eva Padberg den Endspurt zu einer gemeinsamen Initiative von UNICEF und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein: Jugendliche sollten ihre Ideen und Meinungen für eine bessere Welt veröffentlichen und über ihre Vorstellung von einer gerechteren Zukunft diskutieren. Die Internetplattform ist Teil der weltweiten Befragung über die neuen Ziele der Vereinten Nationen. Diese sollen die Millenniumsentwicklungsziele nach 2015 ablösen.

 

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