The „green“ Police

Gordon Matthew Thomas Sumner kam am 2. Oktober 1951 in Wallsend, Großbritannien, zur Welt. Ein paar Jahrzehnte später wird der Sohn eines Milchmanns mit dem Künstlernamen Sting Musikgeschichte schreiben. Die in London gegründete Rock-Pop-Band Police feierte Ende der 70er Jahre mit den Titeln Message in a Bottle, Walking on the Moon und Don’t Stand So Close to Me Welterfolge.

Sting ist das Gesicht und der Sprecher der Gruppe. Einige Jahre darauf beginnt er an Soloprojekten zu arbeiten und steht als Schauspieler vor der Kamera. Er mimt sich selbst als der Introvertierte. Jemand, dem das Schicksal seiner Mitmenschen nicht egal ist. Die Filmkritiker glauben ihm das. Das Publikum ist begeistert und rennt in die Filme Quadrophenia, Bring on the Night und Stormy Monday.

Seit den 1980ern engagiert sich der Weltstar intensiv für die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ und für Umweltschutzprojekte. Mit seiner jetzigen und zweiten Frau Trudie Styler und Raoni, dem Häuptling der Kayapó-Indianer aus Brasilien, gründete Sting 1987 die Regenwaldstiftung, „Rainforest Foundation“. Auch das deutsche Bundesentwicklungsministerium arbeitete mit der Organisation des Rockmusikers erfolgreich zusammen.

Sting, der sechsfache Vater, reiste 2010 nach Venezuela, gab dort ein Konzert und protestierte anschließend lautstark gegen den Belo-Monte-Staudamm: „Er zerstört ein ganzes Flusssystem und Leben und Kultur der Menschen, die seit Jahrtausenden dort leben.“ Ein brasilianisches Mammut-Projekt. Die Regierung sieht sich bis einschließlich heute massiven weltweiten Protestströmen ausgesetzt.

Der populäre Künstler macht sich seit 2010 rar. Legt eine Songwriting-Pause ein. 2012 heißt es dann in New York: „Scheinwerfer an“. Die „Cinema for Peace“, eine Stiftung von Filmproduzenten, Regisseuren und Schauspielern, die sich für Menschenrechte und Frieden in der Welt einsetzen, vergeben an das Ehepaar Sting den „International Green Film Award“. Das Paar wird geehrt für seine Organisation, den unermüdlichen Einsatz zum Schutz des Regenwaldes und der indigenen Bevölkerung.

Trudie Styler sagte in ihrer Dankesrede: „Wir fühlen uns sehr geehrt. Wir sind wirklich privilegiert und damit kommt auch Verantwortung. Deswegen setzen wir uns für den Regenwald ein.“ Sting zieht es lieber vor, an diesem Tag ein spontanes Konzert zu geben und anschließend seine Gitarre für einen guten Zweck zu versteigern.

2013 kommt das neue Solo Album The Last Ship heraus. Es ist feinfühlig und ehrlich. Gordon Matthew Thomas Sumner bleibt sich und seinen Fans treu.

 

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