Sie hat was zu singen und zu sagen: Katie Melua

Am Freitag, den 17. Januar, war sie auf dem lavera Showfloor im Umspannwerk Alexanderplatz auf der Berliner Fashion Week zu sehen: Katie Melua. Die gerade mal 1,60 Meter große Sängerin moderierte die Show der britischen Designerin Ada Zanditon, die erstmalig auf dem Event ihre Eco-Fashion-Kollektion zeigte. Als Stargast trat Melua in einem speziell für sie entworfenen Kleid auf, das nach der Fashion Week zu Gunsten der weltweiten Umwelt-Initiative „Plant-for-the-Planet“ versteigert werden wird.

Ketevan, wie ihr eigentlicher Vorname lautet, wurde im georgischen Kutaissi als Tochter eines Herzchirurgen geboren und wuchs in Tiflis auf, verbrachte aber einen Teil ihrer Kindheit auch in Moskau. 1993 zog sie mit ihren Eltern nach Belfast in Nordirland und 1997 nach Südengland. Nachdem sie von Mike Batt entdeckt wurde, erschien 2003 ihr erstes Album „Call Of The Search“, das ein großer Erfolg wurde. Inzwischen zählt die 29-Jährige, die seit 2005 auch einen britischen Pass besitzt, zu den erfolgreichsten britischen Sängerinnen des neuen Jahrtausends. Mehrere Welttourneen, zahlreiche Preise und Auszeichnungen (in Deutschland erhielt sie unter anderem zwei Mal den Echo und die Goldene Kamera), und ganz besondere, persönliche Momente wie ihr Auftritt im März 2005 zu Gunsten der Nelson-Mandela-Aids-Stiftung zusammen mit ihrem Idol „Queen“ in Südafrika und ein Dinner mit der Königin von England im Buckingham Palace, füllen inzwischen ihr Karriere-Tagebuch.

Ihr ganz eigener Stil, die Verbindung von Elementen aus dem Jazz, Blues und Folk, begeistert die Fans, obwohl sie mit 13 Jahren eigentlich Politikerin werden und für den Weltfrieden sorgen wollte. Stattdessen wurde aus ihr eine gefragte Sängerin, die mit 22 Jahren bei Live Earth Hamburg 2007 über „Nine Million Bicycles“ und für das Weltklima sang. „Wenn viele Menschen sich im Kleinen engagieren, kann das einen großen Effekt haben“, sagte die zierliche Sängerin in einem interview mit der Zeitschrift „Gala“.

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Für die Umwelt setzt sich „Katie“ schon länger bei Events ein. So gab sie im Oktober 2006 anlässlich des zehnten Geburtstags von Statoil Troll in 303 Metern Tiefe für die Mitarbeiter der Plattform ein Unterwasserkonzert, nachdem sie die Umweltberichte studiert hatte. Und auch privat macht sie viel: In ihrer Freizeit fährt sie am liebsten Fahrrad, sie recycelt Müll, sammelt Regenwasser im Garten in einer Tonne und filtert es, bestellt in ihrer Heimatstadt London Taxis nur bei einem Unternehmen, das mit Hybridwagen fährt und dreht Energiesparlampen in die Leuchten.

Das Umdenken habe bei ihr beim Tauchen eingesetzt, als sie entdeckt habe, dass viele Korallenriffe durch Umweltverschmutzung bereits zerstört seien, erzählt sie. Im Juli 2011 bekam sie erneut Gelegenheit, sich einen Eindruck über ein weiteres bedrohtes Ökosystem zu verschaffen: Gemeinsam mit einem Team der Organisation „Opel Project Earth“ besuchte die Sängerin die kanadische Arktis, sprach mit der Bevölkerung und erkundete die gesamte Bandbreite an Land und Tierwelt. Der Besuch mache ihr deutlich, dass es höchste Zeit sei zu handeln, so ihr Eindruck von der Expedition.

Um der umweltfreundlichen Mobilität einen Schub zu verleihen, ging Katie Melua im Frühjahr 2011 einen Vertrag mit Opel ein und warb auf ihrer Europatournee zum Album „The House“ für dessen Elektroauto, den Ampera.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist ihr soziales Engagement unter anderem bei “The Next Brit Thing”, einem Nachwuchswettbewerb, der von der britischen Regierung und dem UK-Phono-Verband BPI unterstützt wird und beim „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011“ in Düsseldorf, wo sie auftrat.

Trotz ihres Erfolgs ist die 29-Jährige immer auf dem Boden geblieben. Ihr Privatleben schirmt sie bewusst ab. Bekannt ist immerhin, dass sie Anfang September 2012 den ehemaligen Motorradrennfahrer James Toseland geheiratet hat. Hübsches Detail: In Holland wurde eine Tulpensorte nach ihr benannt.

Die deutschen Fans können sie übrigens bald live erleben: Pünktlich zum Beginn der wärmeren Jahreszeit geht das lockenköpfige Stimmwunder im März 2014 auf ausgiebige „Simplified“-Konzertreise und legt auch zwei Stopps in Deutschland ein. Anfang April gibt es Auftritte in Bremen (02.04) und Braunschweig (01.04).

 

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