Green Celebrities: Prominente als Vorbild

Al Gore und Pharrell Williams sprechen über die Klimakrise

Das diesjährige Weltwirtschaftsforum, das noch bis zum 24. Januar 2015 im schweizerischen Davos stattfindet, thematisiert neben der Weltwirtschaft auch in diesem Jahr den Klimaschutz. Staatschefs, Politiker sowie Prominente treffen sich dort, um auf welt- und umweltpolitische Probleme aufmerksam zu machen.

Bereits gestern sprachen der ehemalige amerikanische Vizepräsident und Klimaschützer Al Gore und der Sänger Pharrell Williams über die dringende Notwendigkeit umfassender Klimaschutzmaßnahmen. Gemeinsam wollen sie eine weltweite Kampagne starten, im Zuge derer am 18. Juni 2015 innerhalb von 24 Stunden insgesamt sechs Konzerte rund um den Globus stattfinden sollen. Die Message der „Live Earth“ Konzerte: Rettet das Klima! Die Initiatoren hoffen unter diesem Slogan eine Milliarde Menschen zu versammeln, die gemeinsam für den weltweiten Klimaschutz eintreten.

Al Gore konnte sich bereits im Jahr 2000 mit seiner Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“ einen Namen als engagierter Klima- und Umweltschützer machen. Damals wurde der Klimawandel und die globale Erwärmung von vielen noch belächelt und in Frage gestellt. Sein Film brachte jedoch viele Menschen dazu, sich erstmals Gedanken über das Thema Klimawandel zu machen.

In seiner gestrigen Rede warnte Al Gore erneut davor, dass der Mensch mit seinem Verhalten eine klimatische Katastrophe heraufbeschwöre, indem er die Atmosphäre jeden Tag mit 110 Millionen Tonnen Abgasen verschmutze. Als Folge dessen seien künftig gewaltige Taifune und Fluten, aber auch ausgeprägte Trockenheit und Hungersnöte zu erwarten. Schon heute seien Millionen Menschen Opfer dieser Folgen, denen unsere Gesellschaft nichts entgegenzusetzen habe.

In den kommenden Tagen werden viele weitere Redner erwartet. Ob es dabei wirklich alle ernst meinen mit dem Klimaschutz, ist allerdings zu bezweifeln. Wie der „Stern“ berichtete, erwartet die Schweizer Flugsicherheit bis zu 1700 Privatjets mit den Teilnehmern der Veranstaltung. Die enormen CO2-Emissionen, die allein für die Anreise anfallen, scheinen vielen der Reisenden nicht bewusst zu sein. Klimaschutz ohne den gewohnten Luxus – Fehlanzeige. Nicht zu Unrecht stellt sich daraufhin die Frage: Kann man diese Personen bei ihren Reden über rsachen und Folgen der globalen Erwärmung überhaupt ernst nehmen?

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