Orlando Bloom – gereift zum stillen Naturschützer

Antarktis. Klirrende Kälte bis minus 40 Grad. Endlos lange Wanderschaften im Pulk in Schnee und Eis. Strapazen und Entbehrungen. Der Schauspieler Orlando Bloom hat sich selbst diese Reise geschenkt. Und sie wird bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Im Interview auf vanityfair.de zeigte er sich von der atemberaubenden Natur, den majestätischen Eisbergen und dem einzigartigen Licht voll Klarheit und Reinheit beeindruckt: „Und diese Stille. Ich könnte noch stundenlang davon schwärmen.“

Als Elbe Legolas in der „Herr der Ringe“-Triologie spielte Bloom Anfang des neuen Jahrtausends den zarten, naturverbundenen Gefährten. Die Filme waren sein internationaler Durchbruch. 2004 blieb er seinem Image als Softie treu und mimte den Paris an der Seite von Brad Pitt in „Troja“. Die erste große Hauptrolle in „Königreich der Himmel“ ein Jahr später.

In dieser Zeit riss sich jeder große Film-Produzent um den Briten. „Pirates of the Caribbean“ mit Johnny Depp – der ultimative Hype für den heute 37-Jährigen.

  • Das könnte Sie auch interessieren:
  • Julia Roberts in ihrer besten Rolle: Bio-Mama
  • Jeremy Irons – der Macher der Wegwerfbilder
  • Zwei Goldene und zwei Grüne Globes: Preisträgerin Cate Blanchett

Im vergangenen Jahr zum Rummel nach seiner Person befragt, antwortete der Künstler cool: „Ich bin es müde, tagtäglich in der Öffentlichkeit zu stehen.“ Nach „Herr der Ringe“ sei alles wie im Rausch gewesen. „Irgendwann kam ich mir tatsächlich vor wie in einem Goldenen Käfig: Die ganze Welt schaute herein und ich – immer ängstlicher – hinaus.“

Orlando Bloom kehrt immer häufiger der Öffentlichkeit den Rücken. Er hat kein großes Interesse, dass private Dinge breit getreten werden. Seit Jahren ist sein Engagement in Sachen Klima- und Naturschutz kaum bekannt, trotzdem beachtlich. In London bewohnt er ein Öko-Haus. Solaranlage, Energiesparlampen und ein Hybrid-Fuhrpark sind für ihn kaum der Rede wert. Außerdem engagiert sich der Hollywood-Star für Klimaschutz-Organisationen wie „Global Green“, „Global Cool“ und „Climate Star“.

Der Schauspieler ist überzeugt, dass bereits kleine Dinge zum Umweltschutz beitragen können: „Es muss nichts Großartiges sein, es gibt einfache Dinge, die wir tun können.“ Für den Vater eines Jungen ist es selbstverständlich, für die Vielfliegerei, die nun mal als Filmschauspieler anfällt, einen Betrag in einen Fonds für alternative Energien einzubezahlen. „Ich bin gerne bereit, für den ganzen Dreck, den ich dabei mit verursache zu zahlen.“

Der zarte Elb im Ringkrieg ist gereift zu einer festen Autorität in Sachen Klimaschutz. Sein Cousin, der bekannte Fotograf und Umweltaktivist Sebastian Copeland, hat einen großen Anteil daran. Er ist es, der Bloom auf seine riskanten Reisen um die Welt mitnimmt.  

Vor zwei Jahren war es die Arktis. Für die Leinwandgröße Bloom, wie er es nennt, eine „Seelenhygiene“ – und vielleicht der letzte „Schliff“ für die durch und durch grüne, zutiefst uneitle, Lebenseinstellung des Stars.

 

Add comment

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.