Ordentlich „Speed“ in Sachen Nachhaltigkeit

Sandra Bullock

Aktuell spielt Sandra Bullock an der Seite von George Clooney in dem Science-Fiction-Thriller Gravity die Wissenschaftlerin Dr. Ryan Stone. Nach der verwandlungsfähigen Agentin in Miss Undercover oder als persönliche Assistentin in Ein Chef zum Verlieben jetzt also im Weltraumanzug.

Sandra Annette Bullock wuchs bis zum zwölften Lebensjahr hauptsächlich in Nürnberg auf. Ihre Mutter, Helga Meyer, war eine deutsche Opernsängerin, ihr Vater, John Bullock, US-Militärangehöriger. In den 70er Jahren siedelte die Familie nach Amerika um. Sandra, die Waldorfschülerin, ging aufs College und studierte Schauspiel. Bald kam der internationale Durchbruch mit Speed an der Seite von Keanu Reeves. Eskapaden, Geltungssucht oder schmutzige Wäsche waschen – alles Attribute, die zu dem Weltstar so gar nicht passen. Selbstverständlich führt Bullock ein sehr privilegiertes Leben mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten. Doch ist ihr Blick auch immer dahin gerichtet, wo dringend Hilfe benötigt wird. Bekannt wurden ihre Charity-Aktivitäten nach der Zerstörung, die der Hurrican Katrina in New Orleans anrichtete. Sie spendete eine Million Dollar an „Ärzte ohne Grenzen“, 2011 dieselbe Summe für die Erdbebenopfer in der Region Tohoku, Japan.

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Bullock wäre nicht Bullock, wenn sie nicht Neues, für die Öffentlichkeit Überraschendes, anpacken würde: 2006 gründete sie das Bess Bistro. In dem Lokal gibt es, anders als sonst in den USA üblich, keinerlei Take-Away-Geschirr und -Besteck aus Plastik. Was in Berlins Food-Szene fast schon Normalität ist, sorgte im konservativen Texas für großes Aufsehen: nachhaltig erzeugte und kompostierbare Materialien aus Zuckerrohr-Stärke. „Es kostet nur ein paar Cent”, erklärte sie ihr Nachhaltigkeitskonzept in der Oprah-Winfrey-Show, „aber diese paar Extra-Cent sorgen dafür, dass wir unsere wunderschöne Erde erhalten.”

Es ist anzunehmen, dass aufgrund ihrer Einstellung die Drehpausen zu Gravity mit ihrem Filmpartner Clooney sehr diskussionsgeladen gewesen sein dürften. Ist der Frauenschwarm doch „das Werbe-Gesicht“ der metalligen Kaffeekapseln mit dem großen „N“…

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