BeatPlasticPollution – Kampagne gegen Plastikmüll

Einwegplastik verschmutzt unsere Meere - BeatPlasticPollution
Einwegplastik verschmutzt unsere Meere - BeatPlasticPollution

Vor einigen Tag trat eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die sich mit der Bekämpfung von Plastikmüll befasst. Eine längst überfällig Entscheidung. Plastikmüll ist ein globales Problem, das tief in unserer modernen Gesellschaft verwurzelt ist, denn ein Leben ohne Plastik scheint für die meisten von uns nahezu unmöglich. Gesetze zu verabschieden ist deshalb nur ein Teil der Lösung. Wir müssen unsere tägliche Lebensweise ändern. Die Vereinten Nationen haben deshalb die Kampagne BeatPlasticPollution gestartet, die jeden von uns motivieren soll, unserer Sucht nach Plastik besser widerstehen zu können.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat bei Weitem nicht die legislative Macht, wie im Stile der Europäischen Kommission Richtlinien und Gesetze zu verabschieden. Dennoch wird dort viel getan, um gegen das Problem Umweltverschmutzung und diesem Fall besonders Plastikmüll vorzugehen. Die Unterorganisation UFCCC (zu deutsch: Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen), beheimatet im deutschen Bonn, ist das Herzstück der globalen Diplomatie im Kampf gegen den Klimawandel und richtet sich nun auf  direktem Weg an die Weltbevölkerung:

Mittels einer globalen Social Media Kampagne rufen die Vereinten Nationen zum Weltumwelttag am 5. Juni alle Menschen dazu auf, die Verschmutzung unserer Erde durch Plastik zu besiegen – wörtlich „Beat Plastic Pollution“. Dazu sollen Menschen überall auf dem Globus ein Zeichen gegen die Nutzung von Einweggegenständen aus Plastik setzen und diese durch wiederverwendbare sowie umweltfreundliche Produkte ersetzen.

Die „Tag“-Kampagne ist Teil der Umweltinitiative „Beat Pollution“. Führende Persönlichkeiten der Vereinten Nationen, wie Erik Solheim (Exekutivdirektor UNEP) und Patricia Espinosa (Generalsekretärin UFCCC) haben die Initiative mit einer Reihe kurzer Videos ins Rollen gebracht:

Einwegplastik aus unserem Alltag verbannen

Die Idee: Jeder der mitmacht verpflichtet sich, ein Einwegplastikprodukt auszuwählen, das er täglich benutzt. Daraufhin soll der Gegenstand komplett aus dem täglichen Gebrauch verschwinden und durch ein wiederverwendbares Produkt ersetzt werden.

So wie Frau Espinosa im Video:

„Ich habe aufgehört Plastikstäbchen (wie dieses) zu verwenden, die man meistens nur für eine, zwei Sekunden benutzt, um den Kaffee oder Tee umzurühren. Dann wirft man sie weg. Plastik wird aus Öl und Gas hergestellt. Es endet oft in den Meeren sowie den Mägen der Meeresbewohner und schließlich in den Unseren nachdem wir die Fische verzehren.“ Indem sie ihr Plastikstäbchen mit einem metallischen Löffel tauscht, schließt sie ihr Video mit dem Worten: „Es ist so einfach Plastik mit wiederverwendbaren Gegenständen wie diesem zu ersetzen…“

Anschließend sollen Teilnehmer drei weitere Personen markieren – ähnlich wie bei der vor einigen Jahren berühmt gewordenen „Ice Bucket Challenge“.

BeatPlasticPollution gewinnt an Fahrt

Und ähnlich wie genau diese gewinnt nun auch #BeatPlasticPollution gehörig an Fahrt:

Filmstar und Ex-Gouverneur von Kalifornien Arny ist von Beginn an dabei und terminiert sogleich einen Plastiklöffel;

Auch Schauspieler James Cromwell macht sofort mit und verzichtet auf Einwegplastikflaschen;

https://twitter.com/jamesocromwell/status/1003286335895977984

Und auch Schauspieler und Ex-Zauberer Tom Felton lässt ab jetzt Strohhalme aus Plastik aus seinem Leben verschwinden.

Im Zusammenhang mit ihrer BeatPlasticPollution-Kampagne haben die Vereinten Nationen außerdem eine interaktive Seite zur globalen Plastikmüllkrise veröffentlicht. Diese beinhaltet einige Statistiken, die niemanden mehr an der Dringlichkeit des Problems zweifeln lassen sollten. Zum Beispiel produzieren wir jährlich erschreckende 300 Millionen Tonnen (!) Plastikmüll. Um die unfassbare Zahl etwas in Perspektive zu rücken: Das ist das Gewicht der gesamten menschlichen Bevölkerung auf der Erde. Nur neun Prozent unseres weltweit verursachten Plastikmülls können recylcet werden.

Plastikverschmutzung bekämpfen reduziert Emissionen

Durch die Bemühungen der vielen Individuen und Organisationen, die sich rund um den Globus für eine Reduzierung des Plastikmülls in unseren Ozeanen und Erde einsetzen, trifft die „Tag“-Kampagne der Vereinten Nationen auf ein immer stärker werdendes Momentum. Dieses verbreitet sich hoffentlich auch weiterhin so, wie bisher. Die Hoffnung ist, dass es dadurch noch möglich wird, die „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen sowie die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Damit das Wirklichkeit wird zählt jeder Teilnehmer. #BeatPlasticPollution!

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