BUND: Wie wir Wildbienen helfen können

Die wohl bekanntesten Wildbienen: auch Hummeln auf Hilfe angewiesen.
Hummeln: die wohl bekanntesten Wildbienen.

Insektensterben ist ein immer wiederkehrendes Thema. Die neue Regierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag dazu verpflichtet mehr für deren Schutz zu machen. Doch da bisher noch keine entsprechenden Entscheidungen getroffen wurden und das Artensterben weiter voranschreitet, ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland deshalb zur Aktion „Abenteuer Wildbienen“ auf. Naturfreunde und Gartenbesitzer sollen im Rahmen dieser Aktion Wildbienen beobachten und sich für ihren Schutz einsetzen.

„Die Aktion soll ein klares Zeichen gegen das Insektensterben setzen. Wildbienen sind, wie Schmetterlinge und andere Insekten auch, durch die Zerstörung wichtiger Lebensräume und den immens hohen Pestizideinsatz bedroht. Etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Wildbienen steht auf der Roten Liste, rund 30 Arten sind vom Aussterben bedroht. Zum Frühlingsanfang wollen wir deshalb möglichst viele Menschen für Wildbienen sensibilisieren und zu ihrem Schutz aufrufen“, sagt Magnus Wessel, BUND-Naturschutzexperte.

Nahrungsversorgung für Wildbienen

Die bekanntesten sind vermutlich die Hummeln. Sie gehören zu den ersten Frühlingsboten, wenn es beginnt wieder wärmer zu werden. Mit den Hummeln gibt es 560 Wildbienenarten mit einer Vorliebe für Blüten. Sie alles sind zum Überleben auf eine ausreichende Nahrungsversorgung angewiesen. „Zur Unterstützung der Wildbienen können Wildbienenliebhaber heimische Blühpflanzen, die vom Frühjahr bis zum Herbst für ein durchgängiges Nahrungsangebot sorgen, pflanzen“, empfiehlt Wessel. Weiter: „Jeder Gartenliebhaber und jede Balkonpflanzenfreundin kann jetzt einen kleinen Beitrag zum Überleben der Hummeln und anderer Wildbienen leisten“, so Wessel.

Nistplätze für Wildbienen

Doch nicht nur die Nahrungsversorgung muss gewährleistet sein. Auch die Suche nach Nistmöglichkeiten wird für die Bienen immer schwieriger. Gartenbesitzer können die Tiere daher insoweit unterstützen, als dass sie ihnen mit einem Reisighaufen, Vogelnistkasten oder einem Holzhaufen ein entsprechendes Plätzchen bieten. „Private Nistmöglichkeiten und lokale Nahrungsangebote werden das Insektensterben nicht stoppen. Es gilt die Ausbreitung der Betonwüsten in Städten und Dörfern sowie der Agrarwüsten in der Landwirtschaft einzudämmen. Auf das eklatante Problem des Insektensterbens müssen die zuständigen Ministerinnen Klöckner und Schulze im geplanten Aktionsprogramm Insektenschutz nun schnelle und wirksame Antworten liefern“, fordert Wessel.

Quelle: BUND