„Generation EQ“ ist Mercedes Zukunft

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Generation EQ - Mercedes Zukunft
Generation EQ - Mercedes Zukunft

Bereits auf der Nutzfahrzeuge-IAA in Hannover hatte der Daimler-Konzern ein Zeichen gesetzt. Mit dem Vision Van, Urban e-Truck und Future Bus präsentierten die Stuttgarter gleich drei neue Studien zur Mobilität der Zukunft. Dass das noch nicht genug ist, zeigt Mercedes in Paris. Beim aktuellen Autosalon in der Seine-Metropole präsentierten die Autobauer ihre nächste Studie.

Mit der „Generation EQ“ will Mercedes bestehende Konzepte von Elektromobilität revolutionieren. Als neue Marke wird EQ direkt in den Konzern eingegliedert, ganz nach den Vorbildern AMG oder Maybach. „Emissionsfreie Automobile sind die Zukunft“, so Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. Geplant ist mehr als bloß eine Modellreihe. „Unsere neue Marke geht deshalb weit über das E-Fahrzeug hinaus und steht für ein umfassendes Portfolio aus Services, Technologien und Innovationen.“ Mit EQ wollen die Autobauer nicht bloß Elektrofahrzeuge anbieten. Die Palette zieht sich von Wallboxen, also Wandladestationen, über Ladeservices hin zu Energiespeichern für Zuhause.

Generation EQ Interieur Innenraum mit vier Einzelsitzen

Als Vorbote der Zukunft rollt in Paris ein SUV-Coupé auf die Bühne. Natürlich mutet es – wie die meisten Elektroautos der letzten Jahre – schwer futuristisch an. Ansonsten erinnert es vor Allem an den GLC, mit sehr geglätteter Struktur. Die neue Generation soll auf einer eigens entwickelten Modellarchitektur basieren, die explizit für elektrisch betriebene Fahrzeuge steht.

Sie ist skalierbar und auf sämtliche Produktreihen anzuwenden, von der Kompakt- bis zur Luxusklasse. Die Struktur baut auf einen Mix aus Stahl, Aluminium und Carbon. Damit erfüllt sie sowohl Anforderungen an Leichtigkeit und Stabilität, als auch Kosteneffizienz.

Eine Batterie, bis zu 300 kW stark, im Unterboden versorgt zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit Strom. Sie sollen für ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern sorgen. Tempo 100 erreicht das Fahrzeug in weniger als fünf Sekunden. Interessanter ist aber die angegebene Reichweite. Über 500 Kilometer soll die Batterie mit einer Ladung schaffen.

Nicht minder spannend sind die Ideen für zukünftige Ladetechnologien. So soll der Akku entweder an der Wallbox oder mittels Induktion aufgeladen werden können. Außerdem verspricht Daimler extrem verkürzte Ladezeiten. Durch Einführung des Combined Charging Systems (CCS) sollen Ladeleistungen von bis zu 300 kW ermöglicht werden. Das bedeutet Strom für 100 Kilometer innerhalb von fünf Minuten. Die entsprechende Batterie hat Daimler von einem Tochterkonzern entwickeln lassen, sie verfügt über eine Gesamtkapazität von 70 kWh.

Mit der Premiere von Paris macht sich Mercedes endgültig bereit für eine Elektro-Offensive. Bis diese so richtig ins Rollen kommt dauert es wohl aber noch etwas. Die erste Serienversion ist für 2019 angekündigt.

Kostenpunkt sind etwa 70.000 Euro, ähnlich einer gut ausgestatteten C-Klasse.

Quelle: Daimler

 

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