G20-Ressourceneffizienz-Dialog in Berlin

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Für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz treffen sich die G20 in Berlin.
Vertreter der G20 trafen sich zum Ressourceneffizienz-Dialog in Berlin.

Formuliertes Ziel ist es den Umgang mit natürlichen Ressourcen schonender und effizienter zu gestalten. Dazu kamen auf Einladung der Bundesumweltministerin vergangene Woche erstmalig Vertreter der G20-Staaten in Berlin zusammen. Der G20-Ressourceneffizienz-Dialog wurde im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg beschlossen. Die 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt sollen für einen effizienteren Einsatz der Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser und Land sorgen. Gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig eröffnete Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die erste Sitzung am Montag.

Mit dem G20-Ressourceneffizienz-Dialog wollen sich die G20-Staaten für eine ressourceneffiziente und nachhaltige Weltwirtschaft einsetzen. Dementsprechend wurde das Ziel formuliert, nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum zu fördern. Das erste Dialog-Treffen in Berlin ist eine der letzten Veranstaltungen unter deutscher G20-Präsidentschaft. Am 1. Dezember 2017 hat Argentinien den Vorsitz der G20 von Deutschland übernommen. Neben Regierungsvertretern der G20-Staaten waren auch Vertreter von Internationalen Organisationen, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft beteiligt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in ihrer Eröffnungsrede: „Die Bundesregierung will die deutsche G20-Präsidentschaft für eine neue internationale Initiative zur Ressourceneffizienz nutzen. Wir brauchen eine starke Partnerschaft aller großen Wirtschaftsmächte, damit wir die Grenzen unseres Planeten nicht noch weiter überschreiten. Unser Wohlstand darf nicht abhängig sein von einem immer intensiveren Abbau natürlicher Ressourcen. Wachstum und Ressourcenverbrauch sind weltweit immer noch viel zu stark miteinander verbunden.“

Was passiert beim G20-Ressourceneffizienz-Dialog?

Weltweites Wachstum und Ressourceneffizienz müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Zu diesem Ergebnis kam auch vor Kurzem bereits der Grundlagenbericht der Vereinten Nationen. Nutzte man die vorhandenen Ressourcen effizienter, ließe sich nicht nur der Rohstoffverbrauch senken. Auch die Treibhausgasemissionen sänken extrem. Darüber hinaus wäre sogar von einem Wachstum der Weltwirtschaft auszugehen.

Auch deshalb sind beim Ressourceneffizienz-Dialog Vertreter aus der Wirtschaft mit von der Partie. Sie wollen erläutern wie sie den Verbrauch von Ressourcen in der Produktionskette verringern. Das geschieht zum Beispiel durch das Prinzip der Kreislaufwirtschaft.

Das effiziente Umgehen mit den wenigen Ressourcen der Erde ist dringlicher denn je. Geht alles weiter wie bisher, steigt der jährliche Rohstoffverbrauch bis 2050 auf 185 Milliarden Tonnen. Derzeit sind es 86 Milliarden Tonnen. Durch Ressourceneffizienz und Klimaschutz ließen sich bis 2050 jedoch fast 30 Prozent Rohstoffe einsparen. Außerdem würde der Emissionsausstoß um 60 Prozent sinken und das Weltwirtschaftswachstum sogar leicht ansteigen. Das geht aus Berechnungen des Weltressourcenrats hervor.

Quelle: BMUB