Für wen rentiert sich eine Solaranlage?

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Electricity Costs
Electricity Costs

Manch ein Hausbesitzer spielt seit Jahren mit dem Gedanken, in eine Solaranlage zu investieren. Denn die Diskussionen über politische Entscheidungen zur Solarförderung haben viele Interessenten zögern lassen.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Kauf einer Anlage? Die Fördermittel sind gesunken, gleichzeitig aber auch die Preise für Solaranlagen, während die Stromkosten weiter steigen.

Zeit für eine Bestandsaufnahme:

Rentiert sich heute eine Solaranlage?
Angesichts der steigenden Strompreise ist diese Frage für die allermeisten Interessenten recht einfach mit ja zu beantworten. Heute geht es weniger darum, möglichst viel Solarstrom ins Netz einzuspeisen, um von Fördermitteln zu profitieren, als darum, die eigenen Energiekosten zu senken. Die Anschaffungskosten für Photovoltaik-Anlagen sind so stark gesunken, dass sich die Investition in ein Photovoltaik-System meist in 8-10 Jahren amortisiert. Achtet man bei der Anschaffung auf Qualitätssiegel und hohe Garantieleistungen von bis zu 25 Jahren, wird klar, wie viel Energiekosten eingespart werden können – vor allem, wenn die Stromkosten weiterhin steigen. Auch für den Strom, den man nicht selbst, über den sogenannten Eigenverbrauch, verbrauchen kann, gibt es nach wie vor eine staatlich garantierte Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren. Es gibt im Netz auch zahlreiche Energie- oder Solarstromrechner, mit denen man seinen Stromverbrauch und die Rentabilität einer Solaranlage ausrechen kann (Links s.u.).

Worauf sollte man bei der Anschaffung achten?
Es gibt eine ganze Reihe von Punkten und Kriterien, die bedacht werden sollten:

Sind der Standort und das Gebäude geeignet für eine Photovoltaik-Anlage?
Eine Photovoltaik-Anlage wird für private Nutzung üblicherweise auf dem Dach montiert, seltener auch an der Fassade. Die meisten Dächer haben eine für das Gewicht heutiger Anlagen ausreichende Tragfähigkeit, ein Statiker oder der Solarinstallateur sollte dies jedoch überprüfen.

Einige Interessenten haben Bedenken, da lange Zeit überall zu lesen war, der Standort solle möglichst nach Süden ausgerichtet und dürfe auf keinen Fall „verschattet“ sein. Das bedeutet, dass im Tagesverlauf Schatten von Bäumen, anderen Gebäuden oder vom eigenen Gebäude (durch Dachgauben, den Schornstein, etc.) auf die Dachfläche fallen, die für die Solaranlage vorgesehen ist.

Für diesen Fall gibt es heute Lösungen: intelligente Photovoltaik-Systeme, die die Leistung jedes einzelnen Moduls fortlaufend optimieren und an die Sonneneinstrahlung anpassen, sodass ein Schattenwurf im Tagesverlauf kein Problem mehr ist.

Wie groß sollte die Photovoltaik-Anlage sein?
Die Größe der Solaranlage sollte sich nach dem eigenen Stromverbrauch richten. Dazu sollte man seinen Jahresverbrauch prüfen und sich von einem qualifizierten Solarinstallateur beraten lassen. Die bereits erwähnten Online-Solarstromrechner (Links s.u.) liefern hier einen ersten Richtwert, ersetzen aber keine Beratung vom Fachmann.

Welche Module eignen sich am besten?
Bei der Wahl einer geeigneten Photovoltaik-Anlage ist es wichtig, auf hohe Qualität und entsprechende Garantien zu achten. Ein Photovoltaik-System muss über mehrere Jahrzehnte arbeiten, daher ist die Auswahl der Module und anderer Komponenten sehr wichtig. Hier einige wichtige Kriterien:

Prüfsiegel: Auf Zertifizierungen, wie das CE- und TÜV-Siegel achten

Garantieleistungen: Im Idealfall sollte der Modulhersteller eine 25-jährige lineare Leistungsgarantie sowie eine Produktgarantie von zehn Jahren gewährleiten.

Leistung und Energieertrag: Damit eine Dachfläche optimal genutzt wird, empfehlen sich leistungsstarke Solarmodule. Hierbei sollte nicht nur die Höchstleistung beachtet werden, sondern auch der durchschnittliche Energieertrag. Module mit integrierten Leistungsoptimierern können bis zu 20% mehr Energieertrag liefern.

Anbieterstabilität: Um sicherzustellen, dass man auch noch nach vielen Jahren Ersatzteile oder Garantieleistungen nutzen kann und der Anbieter nicht vorher vom Markt verschwindet, lohnt es sich in der Regel auf Markenprodukte erfolgreicher und finanziell stabiler Anbieter zu setzen.

Monitoring und Sicherheit: Wer gerne selbst eine Überblick über Ertrag, Funktionen und Sicherheit seiner Anlage hat, für den eignet sich ein System, das online überwacht werden kann. Die Monitoring-Software von Modulanbietern intelligenter Solarsysteme liefert detaillierte Berichte zur Anlagenleistung und meldet Unregelmäßigkeiten sofort per Mail. Über ein Tablet oder Smartphone haben die Besitzer der Solaranlage auch von unterwegs aus vollen Zugriff auf diese Funktionen. Intelligente Systeme können zudem einzelne Module oder die gesamte Anlage abschalten, falls ein Sicherheitsrisiko auftritt – beispielsweise bei einem elektrischen Defekt oder bei einem Brandrisiko.

Optik: Wenn man ehrlich ist, haben die ersten PV-Anlagen ein Hausdach nicht unbedingt verschönert. Mittlerweile gibt es aber auch ästhetisch ansprechende Modelle. Am beliebtesten sind zurzeit Module, bei denen Rahmen, Zellen und die Rückfolie des Moduls durchgängig schwarz sind.

131016 Trinasmart Referenz mittlere AuflösungStromkosten senken mit intelligenten Photovoltaik-Systemen © Trina Solar

Welche Komponenten gehören noch zu einer PV-Anlage?
Neben den Solarmodulen ist der Wechselrichter eine der wichtigsten Komponenten. Er wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC, 230V, 50Hz) um. Auch hier empfiehlt es sich daher auf die gleichen Qualitätskriterien zu achten, wie bei den Solarmodulen. Hinzu kommen das Montagesystem und alle Komponenten zur Verkabelung.

Netzanschluss und Anmeldung
Für das Einspeisen des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz ist ein separater Stromzähler, ein sogenannter Einspeisezähler, notwendig. Der zuständige, örtliche Energieversorger stellt diesen zur Verfügung und sorgt für die Eichung, die in der Regel 16 Jahre gilt. Ein qualifizierter Installateur unterstützt den Käufer aber in der Regel beim Netzanschluss und der Anmeldung der Anlage.

Der richtige Dienstleister
Hier empfiehlt sich die Beratung und Installation durch einen qualifizierten Solarteur bzw. Installateur aus der Region, der Referenzen für entsprechende Photovoltaik-Projekte nachweisen kann.   Die regionale Nähe stellt sicher, dass der Dienstleister schnell zur Stelle sein kann, falls Probleme auftreten. Zusätzlich gelten die gleichen Kriterien wie bei der Wahl des Modulanbieters – Stichwort Anbieterstabilität.

Paketangebote als Alternative?
Wem es zu kompliziert ist, sich selbst auf die Suche nach geeigneten Dienstleistern und Komponenten zu machen, für den gibt es mittlerweile auch Paketangebote, die neben der Solaranlage, dem Wechseltrichter, dem Montagesystem und allen sonstigen Komponenten auch die Beratung, Installation und Anmeldung durch einen Solarfachbertrieb enthalten. Natürlich gilt es auch bei solchen Angeboten zunächst die Qualität der Bestandteile, Prüfsiegel und Garantien zu prüfen.

Aktuell gibt es gerade beispielsweise ein Kooperationsangebot von Tchibo und Trina Solar zusammen mit qualifizierten Installateuren.

Beispiele für Solarrechner:
http://www.solarrechner.de/
http://www.energieagentur.nrw.de/photovoltaik/themen/online-rechner-photovoltaik-15111.asp
http://www.solarserver.de/service-tools/online-rechner/photovoltaik-anlage-online-berechnen-solarstrom-ertrag-pro-monat-und-jahr.html

 

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