Förderung für das Pendeln ohne Auto

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Foto: Bigstock/Rachwal

Mit einem Wettbewerb und Projektzuschüssen fördert die Bundesregierung das betriebliche Mobilitätsmanagement. Unternehmen können sich noch bis Mitte Oktober bewerben.

Getragen wird der Wettbewerb „Mobil gewinnt“ vom Bundesumweltministerium (BMUB) und dem Bundesverkehrsministerium (BMVI).  Er richtet sich an kommunale und private Unternehmen. Gesucht werden die besten Ideen und Konzepte, um Beschäftigten den Umstieg aufs Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften attraktiver zu machen.

In vier Kategorien werden jeweils mindestens drei Hauptpreisträger gekürt. Diese können sich dann für eine Förderung zur Umsetzung der Vorhaben bewerben. Insgesamt vier Mio. Euro stellt das BMVI hierfür bereit. Pro Projekt können bis zu 500000 Euro bewilligt werden. Die besten 25 Bewerbungen werden zudem mit einer Aufwandsentschädigung von je 2000 Euro honoriert. Unabhängig von dem Wettbewerb werden auch kostenfreie zweitägige Erstberatungen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement angeboten.

„Mit unserer Initiative möchten wir Unternehmen einladen, gute Konzepte für die betriebliche Mobilität zu entwickeln. Wir sehen hier die Chance, dass Unternehmen, Beschäftigte und Umwelt gleichermaßen profitieren können“, so Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatsekretärin beim BMUB. „Mobilitätsmanagement kann Kosten reduzieren und Stress vermeiden. Gleichzeitig können durch die Reduzierung von Treibhausgasen, Schadstoffen, Lärm und Flächenbedarf die Umwelt geschützt und die Lebensqualität für die Menschen erhöht werden.“‎

 „Heute gilt: Wer mobil ist, hat die Nase vorn. Wir wollen die Mobilität der Bürger erhalten und verbessern und gleichzeitig Emissionen und Belastungen wie Stress, Lärm- und Abgasemissionen ausgelöst durch Staus, Unfälle oder Fahreinschränkungen reduzieren“, ergänzt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI. „Unser Ziel ist eine intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel in einem nachhaltig gestalteten Verkehrssystem der Zukunft.“

Sarah Rothe, Sprecherin des ACE Auto Club Europa weist darauf hin, dass nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Beschäftigte kräftig Geld sparen können, wenn sie nicht mit dem eigenen Auto zur Arbeit pendeln. So betragen die Kosten für den täglichen Arbeitsweg von zehn Kilometern mit dem Fahrrad 0,96 Euro, mit öffentlichen Verkehrsmitteln 3,45 Euro und mit dem Auto 4,68 Euro.

Der ACE leitet im Auftrag der Ministerien die Geschäftsstelle des Wettbewerbs. Noch bis zum 15. Oktober 2017 läuft die Bewerbungsfrist. Die besten Ideen werden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 13. Dezember 2017 in Berlin prämiert und ausgezeichnet.