Fair heiraten – Trauringe aus fairem Gold

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Wer den Film „Blood Diamants“ gesehen hat, weiß über Ausbeutung, Kinderarbeit, kriegerische Konflikte und Umweltzerstörung im Gold- und Diamantenhandel Bescheid. Wer solche Missstände nicht unterstützen möchte, muss dennoch nicht auf Schmuck verzichten. Das Atelier Dosch fertigt nicht nur faire Ketten und Anhänger, sondern auch Trauringe aus fair gehandeltem Gold.

Seit 2003 verarbeitet Petra Hoch-Dosch beispielsweise fairtrade Gold aus Argentinien. Das Edelmetall wird im Fluss Chuspimayo von einer kleinen Bergbaukooperative geschöpft. Zur Gewinnung werden Trennmaschinen eingesetzt, die mittels Schwerkrafttrennung arbeiten. So kann auf Zyanid und Quecksilber verzichtet werden.

 

Doch nicht nur in Südamerika, auch in Deutschland wird Gold gefördert. Kaum bekannt ist das seltene Rheingold Aurum Rhenanum. Das Gold wird im Rhein rein mechanisch abgebaut, so dass keine Chemikalien eingesetzt werden müssen. Seit 2007 ist es auf dem Markt erhältlich. Beim Kauf dieses Rohstoffes entfallen lange Transportwege und der damit verbundene CO2-Ausstoß.

Wer fortschreitenden Goldabbau generell ablehnt, hat eine dritte Möglichkeit: Recyclinggold. Alte Schmuckstücke können geschieden werden. Das heißt, sie werden in ihre Bestandteile getrennt, aus denen neues Gold gewonnen werden kann.

Die fairen Eheringe haben allerdings ihren Preis. Das günstigste Paar aus dem Atelier Dosch ist für 650 Euro zu haben. Für den, der den Partner fürs Leben gefunden hat, lohnt es sich aber auch, in faire Ringe fürs Leben zu investieren.

Judith Kronberg

 

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