Fachkräftemangel in der Windbranche: ein Job mit Zukunft

,

Fachkräftemängel Windenergie
Fachkräftemängel WindenergieFachkräftemängel Windenergie

Die Energiewende in Deutschland ließ einen Wirtschaftszweig entstehen, der die Chance auf viele neue Jobs bietet. Ob Photovoltaik-, Biogas- oder Windkraftanlagen: Jedes einzelne Projekt braucht Planer, Ingenieure und Techniker, die die Anlagen regelmäßig warten und für ihren reibungslosen Betrieb sorgen. Auch im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie Komponenten-Herstellung entstehen zahlreiche Jobs. Eine Branche mit Zukunft also.  {module Jobs}

Heute Teil 1 (Hier gehts zu Teil 2)

Leider herrscht in Deutschland schon seit Jahren ein Fachkräftemangel, der das Wachstum zukunftsfähiger In-dustrien ausbremst. Auch die Windkraft bleibt davon nicht verschont: Viele Unternehmen suchen engagierte und loyale Arbeitskräfte und sind bereit, auch weniger erfahrenen Berufs- oder Quereinsteigern eine Chance zu geben, um ihre Lücken zu füllen.

Auch die Windenergie ist vom Fachkräftemangel betroffen
Die Windindustrie schafft Arbeitsplätze: Im Jahr 2014 stiegen die Beschäftigungszahlen gegenüber dem Vorjahr um rund 8 Prozent. Da die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden, werden auch in den nächsten Jahren weitere Jobs entstehen. Mit fast 40 Prozent beschäftigt die Windenergie-Branche den größten Teil der Arbeitnehmer im Bereich der erneuerbaren Energien.

Trotzdem ist es für Windkraft-Unternehmer sehr schwer, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden, um Vakanzen zu füllen oder ihr Team zu erweitern. Die vorhandenen Interessenten können bei Weitem nicht alle Lücken besetzen Bewerber mit Windkraft-Vorerfahrung sind noch seltener. Zudem steht die Windkraft in Konkurrenz zu traditionelleren Branchen, die schon länger fest in der deutschen Wirtschaft etabliert sind, wie dem klassischen Maschinenbau. Demgegenüber entfaltet die noch relativ junge Windkraft-Branche erst allmählich ihre Dynamik und es zeigt sich, welche Berufsbilder in welchem Ausmaß benötigt werden. Hier kommt der Aus- und Weiterbildungsmarkt noch nicht hinterher und kann qualifizierte Arbeitskräfte noch nicht in ausreichender Zahl bereitstellen. Auch die Absolventen des gewachsenen Angebots an Studiengängen im Bereich der Windenergie und Windenergie-Technik können den Mangel nicht auffangen.

Außer zahlreichen Ingenieuren zur Entwicklung und Begleitung neuer Projekte sind besonders Anlagenbauer sowie Elektriker, Elektroniker und Mechatroniker für den Bereich der Servicetechnik gefragt: Bestehende und immer neu dazukommende Anlagen müssen gewartet werden, um ihre Funktionalität zu gewährleisten, und strenge Technik- und Sicherheitsstandards müssen ständig überprüft und eingehalten werden.

Was für einen Job in der Windenergie-Branche spricht
Es gibt einige gute Argumente, die für einen Job in der Windenergie-Branche sprechen. Der beste Grund ist wohl das Mitwirken an einer guten Sache: Die Energiewende voranbringen und die Welt unabhängiger machen von fossilen und umweltschädlichen Energieträgern, wer möchte das nicht? Als Servicetechniker für Windkraft-Anlagen leistet man einen wichtigen Beitrag dazu, dass die errichteten Windräder einwandfrei funktionieren und zuverlässig klimafreundlichen Strom produzieren können.

Außerdem gelten Jobs in der Windbranche, gerade für Elektriker und Mechatroniker, als relativ sicher: Denn ungeachtet des politischen Kurses in der Energiewende müssen bereits aufgestellte Windräder mindestens für die Laufzeit von 20 Jahren regelmäßig gewartet werden. Wegen des herrschenden Personalmangels haben Interessenten bei der Suche nach einem Arbeitgeber auf jeden Fall eine gewisse Auswahl und können sich ausführlich umsehen.

Auch der landschaftliche Reiz ist nicht zu verachten: Die Aussicht von einer Windkraftanlage im Morgengrauen ist schon etwas Besonderes und versüßt das frühe Aufstehen, das im Job eines Servicetechnikers teilweise erforderlich ist. Wer außerdem gerne im Team arbeitet und sich auch noch im Beruf fortbilden möchte, könnte in der Windbranche durchaus fündig werden.

Initiativen von Unternehmen und Fortbildungsanbietern
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen und trotz der Konkurrenz zu anderen Industrien Bewerber wirksam ansprechen zu können, sind viele Unternehmen in der Windkraft-Branche bereit, auch Berufs- und Quereinsteigern mit wenig oder keiner Erfahrung eine Chance zu geben. Viele Firmen bieten selbst Ausbildungen in den erwünschten Berufen an, z. B. zum Mechatroniker oder Elektroniker für Betriebstechnik. Zudem stellen viele externe Dienstleister Fortbildungen und Seminare zur Qualifikation bereit.

So können sich Interessierte beispielsweise im Rahmen des IHK-Angebots zum/r Servicetechniker für Windenergieanlagen / Servicemonteur/in oder zum Projektmanager für Windenergie (m/w) fortbilden lassen. Eine solche Fortbildung kann mehrere Monate dauern und mehrere tausend Euro kosten, wobei oft ein Teil der Kosten durch Fördermaßnahmen gedeckt werden kann. Auch ein zinsgünstiger Kredit kann eine Option sein.

Um einen einheitlichen Standard in der Weiterbildung zu gewährleisten, halten Vereinigungen wie das BZEE (Bildungszentrum für erneuerbare Energien) , das im Jahr 2000 von Unternehmen der Windbranche in Zusammenarbeit mit der IHK gegründet wurde, hochwertige Trainingsmodule bereit, die Unternehmen als Partner ihrerseits anbieten können. Die vom BZEE ausgestellten Zertifikate gelten als Qualitätsnachweis der absolvierten Fortbildung.

Auch das Offshore-Trainings- und Entwicklungscluster OffTEC bietet Fortbildungen an, zu denen Unternehmen ihre Beschäftigten anmelden können, wie beispielsweise die Elektrofachkraft für die Windenergiebranche. Beim OffTEC liegt der Fokus insbesondere auf der Aus- und Weiterbildung im Offshore-Bereich, die gegenüber dem Onshore-Bereich, auf den sich das BZEE und die IHKs konzentrieren, andere Ansprüche und Elemente aufweist.

Wenn Firmen bei der Arbeitnehmer-Planung eine höhere Flexibilität anstreben, sind Personalvermittler wie z. B. Convent Energy (Offshore und Onshore), Mensys (Onshore) oder RTS interessante Partner.

Am Freitag lesen Sie im zweiten Teil des Gastbeitrags:
Welche Anforderungen müssen Sie als Bewerber in der Windbranche mitbringen? Zudem finden Interessierte viele wertvolle Informationen rund um die Windbranche, darunter Jobmessen und Angebote im Internet.

 

Leave a Reply