Wird die Energiewende scheitern?

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Der Energieexperte und Direktor der „Agora Energiewende” Patrick Graichen sagte in einem am Freitag erschienenen Interview mit der “taz.de”, die Energiewende sei, trotz bundesweit steigender CO2- Emissionen, noch nicht gescheitert. Es sei allerdings von allergrößter Bedeutung, baldmöglichst die energiepolitische Frage zu klären, wie es künftig mit der fossilen Energieerzeugung weitergehen soll. Graichen sagt in den Interview, das sei bislang nicht ausreichend geklärt worden. Es gelte nun, diesen “blinden Fleck” zu beseitigen.

Dabei gehe es vor allem um den richtigen Umgang mit den extrem klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Das vorrangige Ziel des Emissionshandels, ein Rückbau der Kohlekraftwerke zugunsten der klimafreundlicheren Gaskraftwerke, sei bislang nicht erreicht worden.Zu diesem Thema müssten schnellstmöglich die richtigen politischen Entscheidungen gefällt, und so zu einer Einigung mit allem beteiligten Partien gelangt werden. Auch der bundesweite Netzausbau zur besseren Integration der erneuerbaren Energien, sei für die Umsetzung der Energiewende von zentraler Bedeutung.

In einem am 04.12. 2014 in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung”erschienenen Artikel sagte Patrick Graichen, die Verantwortlichen in Sachen Energiewende hätten bei einem zentralem Punkt falsch gelegen. Man hätte gehofft, durch den Bau von genug Solar- und Windkraftanlagen baldmöglichst auf die fossilen Kraftwerke, allen voran die schmutzigen Kohlemeiler, verzichten zu können und so die Emissionen zu senken. Doch dieser Plan sei nicht aufgegangen. Laut dieses Artikels werden die deutschen Klimaschutzziele aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich verfehlt und damit auch ein Hauptziel der Energiewende nicht erreicht werden.

Die Frage lautet nun: Wird die Energiewende scheitern oder nicht?

 

3 Responses

  1. Ralf Hartmann

    22. Dezember 2014 14:56

    Welchen Hintergrund hat die Aussage von Herrn Graichen, dass die Energiewende noch nicht gescheitert sei? Die Medien stürzen sich auf solche Aussagen wie Ertrinkende auf das letzte Rettungsboot. Bei diesen geschickt platzierten PR-Statements zur Energiewende könnte man zur Überzeugung kommen, dass doch alles seine Ordnung hat und wie geschmiert läuft, oder?

  2. Kai Hofmann

    23. Dezember 2014 6:33

    Die Energiewende kann nicht scheitern, sie kann sich nur verzögern und damit zu spät kommen (Stichwort Klimakathastrophe) – da wir das Weltklima aber nicht alleine in der Hand haben, wird die Kathastrophe sowieso kommen, weil viel zu viel Egoismuss und Gier in der Welt unterwegs ist.

  3. Werner Sangel

    30. Dezember 2014 9:18

    Sie ist gescheitert, weil physikalische nicht möglich! Hierfür sind nun einmal die unsteten Energiequellen aus Wind und Sonne schuld. Eigentlich weiß das jeder, nur sagen traut es sich keiner. Ist wie bei “des Kaisers neue Kleider”! Ach ja – wer uns einreden kann, dass man dass irgendwann speichern kann oder aus diesen Schrottenergien z.B. halbwegs rentabel Gas produzieren kann ist entweder Geisteskrank, Ungebildet, Gierig oder will unser Land zerstören!

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