Energieberatung: Förderung für Sanierungsfahrplan

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Förderung con SanierungsfahrplänenBeratung
Für Energieberater wird der Arbeitsalltag durch den Sanierungsfahrplan leichter

Der Bund fördert seit Juli einen individuellen Sanierungsfahrplan bei der Energieberatung. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es bis zu 800 Euro Zuschuss.

Eine Energieberatung vor Ort zeigt auf, wie Eigentümer ihr Wohngebäude sinnvoll energetisch sanieren können. Mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) hat der Bund jetzt diese Dienstleistung vereinheitlicht. Der neue Sanierungsfahrplan ist sowohl für die Schritt-für-Schritt-Sanierung als auch für die Gesamtsanierung in einem Zug geeignet. Zudem werden die Beratungsergebnisse  deutlich verständlicher dargestellt als in der Vergangenheit. Seit dem 1. Juli 2017 erhalten Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 800 Euro Zuschuss, wenn sie sich von einem Gebäudeenergieberater ein solches Sanierungskonzept erstellen lassen.

„Der Sanierungsfahrplan beinhaltet übersichtlich gestaltete Vorschläge, wie Einzelmaßnahmen planvoll miteinander verknüpft und welche Vorhaben in welcher zeitlichen Reihenfolge umgesetzt werden können“, sagt Petra Hegen vom Informationsprogramm Zukunft Altbau beim baden-württembergischen Umweltministerium. Auch für die Sanierung in einem Rutsch ist der Sanierungsfahrplan geeignet. Energieberatern wiederum erleichtert der Sanierungsfahrplan den Arbeitsalltag: Er strukturiert den Beratungsablauf und nimmt den Energieexperten das aufwändige Erstellen von individuellen Ergebnisberichten ab. Bisher waren nicht alle Berichte für Laien verständlich

Nicht nur Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten eine Förderung: Für Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten gibt es maximal 1.100 Euro. Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Energieberatungsbericht in der Eigentümerversammlung erläutert wird. Bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten werden übernommen, den Rest zahlen der oder die Hauseigentümer. Weitere Informationen zum neuen Angebot gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die BAFA-Vor-Ort-Beratung enthielt bereits die Empfehlung zu einem individuellen Sanierungsfahrplan. „Das neue Instrument für den individuellen Sanierungsfahrplan hat diesen Ansatz aufgegriffen und weiterentwickelt“, sagt Meike Militz von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Ziel ist ein einheitliches Ergebnis der Vor-Ort-Beratung, vor allem für diejenigen, die ihr Haus nicht in einem Zuge energetisch sanieren können oder wollen.“

Der iSFP folgt einem festgelegten Ablauf in sechs Schritten: Nach einem ersten Beratungsgespräch vor Ort und einer energetischen Bewertung des Gebäudezustandes entwickelt der Energieberater Sanierungsvorschläge. Diese stimmt er mit dem Immobilieneigentümer ab und erstellt daraus den individuellen Sanierungsfahrplan, den er anschließend dem Eigentümer erläutert.