Windturbine mit weltgrößtem Rotor nimmt Betrieb auf

Installation des neuen 154-Meter-Rotors an der 6-Megawatt-Offshore-Windenergieanlage im dänischen Østerild.

Am 6. Oktober 2012 hat Siemens Energy den Testbetrieb des 154-Meter-Rotors an der Sechs-Megawatt-Offshore-Windenergieanlage im dänischen Østerild gestartet. Diese Anlage ist mit den längsten Rotorblättern der Welt ausgestattet. Jedes Blatt hat eine Länge von 75 Metern. Die Anlage kann an Offshore-Standorten 25 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Dies ist genug, um 6.000 Haushalte zu versorgen.

Bereits im Mai 2011 hatte Siemens den ersten Prototypen seiner neuen Sechs-Megawatt-Offshore-Windenergieanlage errichtet. Dieser wurde damals mit einem Rotor von 120 Metern installiert (Typenbezeichnung SWT-6.0-120). Die künftige Serienproduktversion der Anlage wird mit dem 154-Meter-Rotor ausgestattet (Typenbezeichnung SWT-6.0-154) und setzt damit neue Maßstäbe in der Offshore-Windindustrie.

„Die Aufnahme des Testbetriebs unseres 154-Meter-Rotors an der Sechs-Megawatt-Windenergieanlage ist ein spannender Schritt in der Entwicklung zukunftsfähiger Offshore-Technologien. In die Entwicklung unserer getriebelosen Sechs-Megawatt-Anlage und des 75 Meter langen Rotorblatts ist unser technisches Know-how aus mehr als drei Jahrzehnten eingeflossen“, sagte Henrik Stiesdal, CTO der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy.

Die getriebelose Antriebstechnik ermöglicht ein kompaktes Design: Mit einem Gesamtgewicht von rund 200 Tonnen für die Gondel sind die SWT-6.0-Anlagen die leichtesten Windturbinen in dieser Leistungsklasse. Die Kombination aus robustem Design und niedrigem Gewicht senkt Offshore-Infrastruktur-, Installations- und Wartungskosten. „Gleichzeitig steigt die Energieausbeute und damit die Rentabilität über die Lebensdauer der Anlage“, ergänzte Stiesdal.

Siemens hat die SWT-6.0-Anlagen speziell für den Einsatz unter den widrigen Bedingungen auf hoher See entwickelt. „Die neue Sechs-Megawatt-Anlage ist ein Meilenstein in der Windenergietechnologie. Verglichen mit unserer ersten 30-Kilowatt-Anlage, die wir vor 30 Jahren entwickelt hatten, kann diese neue Windturbine mehr als tausendmal so viel Strom produzieren“, sagte Stiesdal. Ebenso eindrucksvoll ist die Entwicklung der Rotorblätter: Die Länge des ersten Blattes der ersten 30-Kilowatt-Anlage entspricht mit fünf Metern etwa der Länge eines Kleinbusses, während jedes der neuen 75 Meter langen Rotorblätter die Spannweite eines Airbus 380 erreicht.

Siemens Energy

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