Windkraft: Orkantiefs verursachen hohe Kosten

In den vergangenen Tagen sorgten zwei Orkantiefs deutschlandweit für stürmisches Wetter. Bereits seit Dezember laufen die Windkraftanlagen im Bundesgebiet auf Hochtouren. Noch nie wurde in Deutschland so viel Energie aus Windkraft erzeugt, wie in den vergangenen Wochen. Allein am Freitag wurde eine Leistung von 30.700 Megawatt erreicht.

Das ist der bisherige Rekordwert in Deutschland. Für die Versorger ist das ein Grund zum Feiern. Experten gehen sogar davon aus, dass die bisherigen Rekordwerte bald schon wieder übertroffen werden, auch weil weitere Windparks in den deutschen Küstenregionen geplant sind.

Doch für die Netzbetreiber bedeutet es vor allem eins: Mehr Arbeit und Kosten. Denn diese Rekordproduktion ist für sie schwierig zu bewältigen, da sie für starke Schwankungen im Stromnetz sorgt, die ausgeglichen werden müssen, um die Netze stabil zu halten. Dies verursacht immense Kosten. Die Umleitung der überschüssigen Energie kostete, allein im Netz des Betreibers Tennet, vergangenes Wochenende rund 60 Millionen Euro. Kosten, die durch die Netzentgelte letztendlich auf den Verbraucher umgewälzt werden.

Damit die Verbraucher dies nicht zu deutlich spüren, müssten vor allem neue Leitungen gebaut werden. Im Februar wird nun die wichtige Entscheidung Bayerns bezüglich der beiden Gleichstromtrassen durch den Freistaat erwartet, die der deutsche Netzentwicklungsplan vorsieht. Sollten die neuen Leitungen nicht genehmigt werden, gehen die Netzbetreiber von weiter steigenden Kosten für die Umschichtung der Energie im Netz aus – und somit höheren Kosten für die Verbraucher.

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