Windenergie 2011 – böige Stimmung

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Unterschiedliche Meinungen scheinen in der Windenergiebranche an der Tagesordnung zu sein. Hier weht der Wind gleich von mehreren Seiten, die Branchenstimmung ist böig! Nachdem der IWR-Geschäftsklima-Index im Dezember 2010 seinen Tiefpunkt erreichte, scheint sich die Stimmung in der Windkraftindustrie zu Beginn des neuen Jahres wieder ein wenig aufzuhellen.

Die Meinungen der einzelnen Vertreter der Industrie gehen dabei jedoch stark auseinander. So sieht Avantis Europe als Hersteller, Verkäufer und Entwickler von getriebelosen Windenergieanlagen dem Jahr 2011 optimistisch entgegen. Der erste Windpark soll in diesem Jahr endlich realisiert werden und auch die Etablierung auf dem europäischen Markt soll in großen Schritten voranschreiten.

Etwas skeptischer sieht die Stimmung bei Enercon aus, deutschlands größtem Hersteller für onshore Windkraftanlagen. Zwar sind innerdeutsche Projekte gut finanzierbar, doch um die allgemeine Krise zu überwinden, müssen auch schwierige Standorte wie Griechenland oder Irland forciert werden. Hier mangelt es jedoch an den nötigen Kapitalgebern, die eher zurückhaltend reagieren. Hinzu kommen die planerischen Herausforderungen, besonders im Bereich Genehmigung, Finanzierung und Netzeinleitung.

So unterschiedlich die Meinungen auch sind, eines ist den Unternehmen klar, Deutschland ist und bleibt der wichtigste Markt, obschon auch die Ausbreitung auf das Ausland weiterhin angestrebt und vorangetrieben wird. Neue Markt- und Kundensegmente erschließen, innovative Produkte schnell zur Marktreife bringen und vor allem technische Herausforderungen, wie beispielsweise höhere Türme und waldreiche Standorte meistern, lautet die zumeist optimistische Meinung zur Windenergie 2011.

Judith Schomaker

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