Rekordzuwachs bei Windenergie

Im Jahr 2014 wurde weltweit 51 Gigawatt Windleistung installiert – so viel wie nie zuvor. Zudem werden bereits drei Prozent des globalen Stromverbrauchs aus Windenergie gedeckt. In Deutschland sind es sogar 27 Prozent, wie aus dem neuesten Windenergiereport des Fraunhofer IWES hervorgeht.

Deutschland schreitet beim Ausbau der Windkraft mit Meilenstiefeln voran. Windkraft ist hierzulande erneuerbarer Energieträger Nummer 1. 2014 ist ein Rekordzubau von 5.188 Megawatt zu verzeichnen. Damit werden 9,7 Prozent des gesamten Bruttostromverbrauchs aus Windenergie bezogen. Die Neuinstallationen an Land belaufen sich auf 4.665 Megawatt. Das bisherige Maximum von 2002 wurde damit um über 45 Prozent übertroffen. Die installierte Leistung an Windenergie betrug Ende 2014 insgesamt 38.215 Megawatt.

Es ist das erste Mal, dass in allen Bundesländern Anlagen zugebaut wurden. Spitzenreiter war Schleswig-Holstein mit 1.293 Megawatt neuinstallierter Leistung. Es folgte Niedersachsen mit 600 Megawatt. Den größten prozentualen Zuwachs erzielte Bayern mit 27 Prozent. Doch Windkraftanlagen werden nicht nur immer mehr, sondern auch immer größer. Die durchschnittliche Nabenhöhe liegt inzwischen bei 99 bis 115 Metern. Außerdem sind zunehmend Turbinen der 3- bis 4-Megawatt-Klasse vertreten.

Die Offshore-Windkraftleistung hat sich gegenüber 2013 verdoppelt. 141 neue Anlagen wurden in den Windparks Meerwind Süd/Ost, Nordsee Ost, Riffgat und DanTysk in Betrieb gewonnen. Sie entsprechen 523 neuinstallierter Leistung. Insgesamt waren Ende 2014 offshore 1.044 Megawatt installiert. Außerdem sind bereits weitere 286 Windkraftanlagen errichtet, aber noch nicht an das Netz angeschlossen.

161 Terrawatt Windenergie wurden 2014 in das Stromnetz eingespeist, damit lassen sich 27 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Windenergie stellt somit erstmals mehr Energie bereit, als irgendein anderer Energieträger. Beim Stromverbrauch liegt Windkraft mit 9,7 Prozent auf ähnlicher Höhe wie Erdgas.

Der Windenergiereport Deutschland des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) wird seit 1991 jährlich herausgegeben. Sonderthemen des 112 Seiten starken Reports sind diesmal „Kritische Rohstoffe beim Windenergieausbau“, „Regelleistungen  durch Windenergieanlagen“ sowie „Auswirkungen des Ausschreibungsverfahrens“.

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