Erneuerbare Energien als Jobmotor

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde kaum über ein Thema mehr berichtet als über die Finanz- und Wirtschaftskrise.  Alleine das Schlagwort „Wirtschaftskrise“ erzeugt 13.300.000 Treffer in der Google-Suchmaschine. Beide Begriffe zusammen kommen sogar auf über 20 Millionen Suchergebnisse.

Diese hohen Zahlen, die in dieser Größenordnung etwas abstrakt wirken, deuten darauf hin, dass das Thema Wirtschaftskrise eine hohe Bedeutung hat und stark in der öffentlichen Diskussion steht. 

Abstrakt und überhaupt schwer vorstellbar, dürfen für viele auch die Zahlen sein, die im Zusammenhang mit diversen Rettungspaketen für Banken, Abwrackprämien und Konjunkturprogrammen diskutiert wurden. Wenn von hunderten von Milliarden Euro und sogar Billionen gesprochen wird, haben wir keinen realen Bezug mehr und auch keine Vergleichsmöglichkeiten, um die Aussagen in ihrer ganzen Bedeutung zu erfassen.

Konkret nachvollziehbar sind dann allerdings die Konsequenzen wie Jobverlust, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit von denen immer mehr Menschen betroffen sind. Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind hier für jeden Betroffenen und den Familienkreis sehr deutlich spürbar.

Insbesondere Jobs in global operierenden Unternehmen, vornehmlich im westlichen Teil Deutschlands, waren bislang stärker betroffen, da diese Unternehmen mehr als andere von Exporten abhängig sind.

Sogar in China, dem künftigen Exportland Nummer 1, sind die Auswirkungen sehr konkret. Laut Medienberichten verlieren etwa 20 Millionen Arbeiter ihren Job, weil tausende von Fabriken geschlossen werden und die Exportzahlen seit 7 Monaten in Folge rückläufig sind.

Auch in Deutschland sind die Prognosen für das zweite Halbjahr nicht sonderlich gut. Es wird von einem Rückgang des Bruttoinlandproduktes von 6 Prozent ausgegangen, was negative Folgen für die Arbeitsplatzsicherung hat. Hinzu kommt, dass gerade die großen Jobmotoren des Landes, der Maschinenbau und die Automobilindustrie, ins Stottern geraten sind.

Quo vadis Deutschland?

Die Eingabe des Begriffes „Erneuerbare Energien“ in Google zeigt mit 6.600.000 zwar weniger Suchergebnisse als „Wirtschaftskrise“, doch die Höhe des Ergebnisses kann als positive Indikation gedeutet werden.

Immer mehr Menschen erkennen die Chancen von Erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien. Ganz unzweifelhaft geht es der Branche sehr gut und die Perspektiven für die Zukunft sind ausgezeichnet.

In 2004 betrug der Umsatz mit Erneuerbaren Energien in Deutschland etwa 2 Milliarden Euro. In 2010 werden es laut dem Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE) 5 Milliarden Euro sein.

Noch interessanter sind die Prognosen für die Entwicklung der Arbeitsplätze, die von 1 Million neuer Jobs bis 2020 ausgehen. Derzeit haben alleine im Sektor Windenergie ca. 70.000 Menschen einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz.

Ralf Hartmann

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