Der wachsende Beitrag der Offshore-Windparks

Offshore-Windparks in Nord- und Ostee steigern stetig ihre Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien
Windparks in Nord- und Ostsee tragen erheblich zur Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien bei.

Strom durch Windkraft ist ein großer Faktor im Umstieg auf Erneuerbare Energien. So auch die Windparks in der Nord- und Ostsee. Denn sie produzieren in einem Jahr alleine mehr Strom, als ihn deutsche Großstädte pro Jahr verbrauchen. Durch diese Leistung können sie sogar gleich mehrere Atomkraftwerke ersetzen. Da unser Strombedarf aber stetig steigt, soll auch der Ausbau der Offshore-Windparks nicht stagnieren. Denn das Potenzial solcher Windkraftanlagen ist uns bewusst.

Im vergangenen Jahr konnten die Windparks aus Nord- und Ostsee ihre Stromproduktion im Vergleich zu 2016 erheblich steigern. So schafften es allein die Anlagen der Nordsee ihre Stromproduktion mit 16 Terawattstunden um 47 Prozent zu steigern. Mit der Gesamtsumme von 17,5 Terawattstunden aus Nord- und Ostsee wäre somit mehr als der Stromverbrauch von ganz Berlin in einem Jahr abgedeckt. Mit Blick auf die gesamte Energiegewinnung auf Wind in ganz Deutschland liegt der Anteil der Energiegewinnung durch Offshore-Windparks bei 17,3 Prozent.

Um diese jährliche Menge an Strom produzieren zu können müssen immer genug Windräder am Netz sein. So waren beispielsweise zum Halbjahr 2017 1055 Windräder auf dem Meer aktiv an der Stromerzeugung beteiligt. Durch diese Anzahl war es möglich, dass am 22. Oktober allein die Windräder der Nordsee 4.350 Megawatt erzeugen konnten. Um dieselbe Menge auf herkömmliche Weise zu produzieren wären ganze vier bis fünf große Kohle- oder Atomkraftwerke von Nöten.

Netzübertragung von Offshore-Windparks wird noch weiter ausgebaut

Bisher konnte der Betreiber die Kapazitäten für die Stromübertragung auf 5,332 Megawatt ausbauen. Dadurch erfüllen die Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee bereits jetzt mehr als 82 Prozent der Ausbauziele der Bundesregierung. Diese plant einen Ausbau auf 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020. Doch bis dahin sollen allein die Offshore-Windparks dieses Ziel übersteigen. Denn bis 2019 sollen zwei weitere Anbindungssysteme fertiggestellt werden, so der Netzbetreiber Tennet. Er ist verantwortlich für den Transport des Stroms aus den Windkraftanlagen auf dem Meer zu den Hochspannungsnetzen auf dem Land. Mit der Fertigstellung 2019 würden schließlich Kapazitäten für eine Übertragung von bis zu 7.132 Megawatt zur Verfügung stehen. Bis 2025 ist sogar eine Übertragung von 10.000 Megawatt geplant, für die jedoch noch vier weitere Anbindungen benötigt werden.

Lex Hartman von der Tennet-Geschäftsleitung sieht weiterhin großes Potenzial in Offshore-Parks. „Das kräftige Wachstum bei der Nordsee-Windernte zeigt, dass Offshore-Windstrom zu einer wichtigen Energiegröße bei gleichzeitig hoher Verlässlichkeit geworden ist“

Quellen: Dlf, NDR

 

https://www.cleanenergy-project.de/neuer-lebensraum-in-offshore-windparks/