Weltweit immer mehr Ökostrom-Städte

Photovoltaikanlage in Kapstadt. Neun Prozent der Ökostrom-Städte liegen in Afrika.
Photovoltaikanlage in Kapstadt. Neun Prozent der Ökostrom-Städte liegen in Afrika.

Bereits 42 Städte weltweit versorgen sich inzwischen zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien. Rund 100 sogenannte Ökostrom-Städte versorgen sich bereits zu über 70 Prozent mit grünem Strom. Das geht aus einer Analyse der in London ansässigen Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) hervor. Dazu zählen die Energieträger Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Geothermie. Die Non-Profit-Organisation wertete Daten von 570 Städten aus. Insgesamt hat sich die Zahl der Ökostrom-Städte seit 2015 bereits verdoppelt.

 

Auffällig viele der Ökostrom-Städte liegen auf dem südamerikanischen Kontinent, vor allem in Brasilien. Doch auch in Afrika findet sich ein Teil der Städte, die sich zu mindestens 70 Prozent aus Erneuerbaren Energien versorgen. So ist etwa Kenias Hauptstadt Nairobi dabei, die immerhin über drei Millionen Einwohner zählt. Nairobi wird hauptsächlich durch geothermale Energiegewinnung versorgt.

Wirft man einen Blick auf die geografische Verteilung der Ökostrom-Städte, liegt Südamerika mit 57 Prozent deutlich vorn. 20 Prozent der Städte liegen in Europa und jeweils neun Prozent in Nordamerika und Afrika. Asiatische und australische Ökostrom-Städte sucht man leider noch vergebens.

Ökostrom-Städte: Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien

Zu den Städten, die sich bereits zu 100 Prozent selbst durch Erneuerbare Energien versorgen, zählen auch Reykjavik und Basel. Islands Hauptstadt etwa versorgt sich zu großen Teilen aus geothermaler Energie sowie Wasserkraftanlagen. Weiterhin ist geplant, bis 2040 den gesamten Verkehrssektor emissionsfrei zu gestalten. Schon jetzt warten die Isländer mit einem beeindruckend hohen Anteil an sauberen Technologien für den Gebäude- und den Strombereich auf.

Während die Schweizer Großstadt Basel vorwiegend auf Wasserkraft setzt, profitiert die US-Stadt Burlington von einem Ökostrom-Mix. Die größte Stadt des Bundesstaats Vermont vertraut auf Wind, Sonne, Wasser und Biomasse. Die CDP zitierte den Bürgermeister Burlingtons, der sich stolz zeigte, dass seine Stadt die erste in den USA ist, die auf 100 Prozent Erneuerbare Energien setzt. Weiterhin will er als Vorbild für andere Städte in den USA und weltweit dienen. Generell haben sich in den USA inzwischen 58 Städte und Gemeinden das Ziel gesteckt, zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien zu setzen.

Quelle: CDP

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.