Zuverlässige Einspeisungshochrechnung für Photovoltaik

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Die Bundesnetzagentur hat kürzlich ein Positionspapier veröffentlicht, auf dessen Grundlage die Ausbalancierung der deutschen Stromnetze neu geregelt werden soll. Hintergrund ist der Zubau von Photovoltaikanlagen, der immer öfter zu Unregelmäßigkeiten in den Übertragungsnetzen führt. Entsprechend wird von der Bundesnetzagentur ein schnelles Handeln der Verteilnetzbetreiber eingefordert.

Angesichts der hohen Zuwachsraten in der Solarstromproduktion kommt es zurzeit zu erheblichen Abweichungen zwischen dem erwarteten Solarstromaufkommen und den tatsächlichen Einspeisemengen. Die Ursache dafür liegt in einem Mangel zuverlässiger Messverfahren, welche die realen Einspeisewerte präzise und viertelstündlich genau berechnen können. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Abrechnung und Vergütung von Solarenergie, sondern auch auf die Betriebssicherheit der Übertragungsnetze.

Die Micromata GmbH, Prognosedienstleister mit Hauptsitz in Kassel, hat auf Basis spezieller, vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik definierten Algorithmen, einen Onlineservice entwickelt, der die Abläufe rund um die Einspeisung und Abrechnung von Solarstrom optimiert. Mit enercast.de können Verteilnetzbetreiber den Anforderungen der Bundesnetzagentur zu 100 Prozent entsprechen.

Hochrechnung von Solarstrom

In Deutschland existieren zurzeit um die 800.000 Solaranlagen, Tendenz steigend. Nur die wenigstens davon, nämlich etwa 25 Prozent, werden derzeit leistungsbemessen. enercast.de liefert dennoch eine präzise und viertelstundengenaue Hochrechnung der tatsächlichen Solarstrom-Einspeisewerte in die deutschen Verteilnetze. Diese wird auf der Datenbasis des deutschlandweiten Messnetzes der SMA Solar Technology AG erstellt und mit Hilfe eines statistischen Referenzverfahrens auf alle in Deutschland installierten Solaranlagen hochgerechnet. Dabei bezieht das System satellitengestützte Daten, wie etwa die mögliche Schneebedeckung im Umkreis einer Anlage, in die Berechnung mit ein. Die Hochrechnungen werden in den von den Netzbetreibern benötigten Datenformaten ausgegeben.

Das Ergebnis ist ein ebenso transparenter wie exakter Einblick in die realen Einspeisewerte und damit die Erfüllung der von der Bundesnetzagentur formulierten Anforderungen. Die Stabilität der Übertragungsnetze wird wieder sichergestellt.

Prognosedienstleistung

enercast.de bietet als Standardleistung außerdem zuverlässige Leistungsprognosen über die zu erwartende Energieleistung von Windkraft- und Solaranlagen. Ausgehend von den Vorhersagen der europäischen Wetterdienste und den historischen Leistungswerten einer Anlage errechnet das Portal präzise und zuverlässig deren Energieaufkommen in den nächsten 72 Stunden. Für die Netzbetreiber bedeutet dies ein wirkungsvolles Instrument zur Ausbalancierung ihrer Bilanzkreise. Denn wer rechtzeitig weiß, wie viel Solarstrom voraussichtlich in die Netze eingespeist wird, kann seine Bilanzkreise kostengünstig ausbalancieren und so die Ausgaben für teuren Ausgleichsstrom senken.

Aber auch vor dem Hintergrund eines neuen Energie-Einspeise-Gesetzes (EEG) ist der Prognoseservice sinnvoll, darf Windenergie doch seit Jahresbeginn 2009 auch auf den Energiebörsen gehandelt werden. Und dort sind solide Prognosen ein Muss, wird hier doch mit den jeweils zu erwartenden Einspeisungswerten der Folgetage gehandelt.

Micromata GmbH

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