Weltgrößte Solarbrücke eingeweiht

Eine gigantische Tasse prangt am Infostand von Solarcentury, als vergangenen Monat zur Einweihung der Blackfriars-Solarbrücke eingeladen wurde. Sie steht symbolisch für die 79.000 Tassen Tee, die man mit der durch die Brücke erzeugten Solarenergie kochen kann.

4.400 Solarmodule bedecken das Dach der viktorianischen Blackfriars-Brücke aus dem Jahr 1886, die über die Themse in London führt.

Eine Leistung von 1,1 Megawatt soll die riesige Photovoltaik-Anlage erbringen und somit die Bahnstation Blackfriars im Inneren der Brücke mit Strom versorgen, die im Jahr 2012 eröffnet wurde. Rund die Hälfte des Energiebedarfs des Bahnhofs lassen sich mit Solarenergie decken. Den Informationen zufolge soll die gesamte Anlage jährlich 900 Megawattstunden Solarstrom erzeugen. Das entspricht einer Einsparung von 511 Tonnen CO2 im Jahr. Der Standort über dem Wasser ist ideal für Solaranlagen, denn das Wasser reflektiert die einfallende Sonnenstrahlung und erhöht dadurch die Ausbeute an Solarenergie noch.

Bahnhofe Blackfriars wird zum modernen Wahrzeichen

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Die dramatische Transformation des Bahnhofes Blackfriars, von einer kleinen und beengenden Station zu einem modernen Wahrzeichen, sei ein klassisches Beispiel dafür, wie man eine der verkehrsreichsten Eisenbahnstrecken Europas mit Hilfe von intelligenter, nachhaltiger Technologie ausbaue und dadurch nicht nur die Kosten für den Betrieb der Bahnstrecken herunterfahre, sondern zugleich auch Züge mit mehr Kapazitäten und in kürzeren zeitlichen Abständen bereitstelle, die so dringend benötigt würden, erklärt Simon Kirby, Geschäftsführer von Network Rail Infrastructure Projects, Eigentümer und Betreiber des britischen Schienennetzes.

Der Ausbau der Brücke ist Teil des Programm „Thameslink“ zur Verbesserung der Bedingungen im britischen Zugverkehr. Verantwortlich für die Installation der PV-Anlage ist das britische Solarunternehmen Solarcentury.

 

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