Weitere Kürzungen in Sicht?

PV

Wer sich für den Erwerb einer Photovoltaikanlage interessiert, wird sich im Internet umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten informiert haben, wie es sie zum Beispiel auf der Seite http://www.unidomo.eu/warmwasser-speicher/solarspeicher/ gibt. Schließlich können Förderungen erhalten werden, wenn man sich für eine solche Anlage entscheidet. Allerdings wurden diese in der Vergangenheit zunehmend, zum Frust der Interessenten, gekürzt. Dennoch ist die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen nicht abgerissen. Im Gegenteil, sie ist sogar gestiegen.

Müssen weitere Kürzungen befürchtet werden?

Mit der im Juni 2012 beschlossenen Photovoltaik-Novelle wurden die Vergütungssätze rückwirkend zum 1. April 2012 um 15 Prozent gesenkt. Ab 1. Mai 2012 wurden die Vergütungssätze monatlich um ein Prozent gegenüber dem jeweiligen Vormonat gekürzt. Seit November 2012 ist die Absenkung der Solarstromförderung variabel – abhängig davon, wie viel PV-Leistung in einem bestimmten Zeitraum zugebaut wurde.

Aber warum wurden überhaupt Kürzungen für Photovoltaikanlagen beschlossen? Schlichtweg aus Kostengründen. Es wurde befürchtet, dass immer mehr Interessenten sich für die Installation einer Photovoltaikanlage entscheiden, um Fördergelder in Anspruch nehmen zu können. Schließlich werden die Zuschüsse für 20 Jahre bezahlt.

Ein Grund für die Kürzungen der Solarförderung ist, dass die Preise für Photovoltaikanlagen ebenfalls gesunken sind. Darüber hinaus soll die Anzahl der zu fördernden Solaranlagen durch die drastischen Kürzungen verringert werden.

Die hohe Nachfrage bestimmt den Preis

Im Jahr 2011 stammten rund 20 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Die sogenannte EEG-Umlage, die die Verbraucher über ihre Stromrechnung für den Ausbau von erneuerbaren Energien bezahlen, stieg von rund 2,05 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde an. Im Jahr 2012 betrug die Umlage bereits 3,59 Cent und 2013 5,28 Cent pro Kilowattstunde. Dementsprechend steigen die Energiekosten für die Verbraucher an, wenn die Nachfrage nach Förderungen für Ökostromanlagen wie Photovoltaikanlagen zunimmt. Der Strompreis ist seit 1998 von 17,11 Cent pro Kilowattstunde auf inzwischen 28,50 Cent pro Kilowattstunde gestiegen.

Die Kosten für die Förderungen tragen also die Verbraucher. Die Förderungen wurden gekürzt, damit die Anzahl der zu fördernden Solaranlagen eingedämmt werden kann, was zusätzlich zu einer Entlastung der Haushalte führen könnte. Bei einer installierten Leistung von 52.000 Megawatt läuft die Solarförderung, so sieht es sie PV-Novelle vor, aus (momentan ist etwa die Hälfte davon in Deutschland instelliert).

Mel Baumann

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