Warren Buffett lässt die Sonne lachen

Lachende Sonne im Sand

Warren Buffett, einer der reichsten Männer des Planeten, greift der kränkelnden Solarbranche unter die Arme. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway investiert 2,5 Milliarden US-Sollar in das kalifornische Solarprojekt Antelope Valley.

Er ist ein Hai unter Fischen, aber in letzter Zeit präsentiert er sich immer öfter als gutmütiger Walhai: Der Multimilliardär Warren Buffett hat in Finanzdingen immer schon ein glückliches Händchen bewiesen. Wenn andere investieren, zieht Buffett ab und wenn andere den Rückzug antreten, steigt Buffett groß ins Geschäft ein. Legendäre Aktionen wie die Milliardenfinanzspritze an die US-Großbank Goldman Sachs mitten in der Finanzkrise haben ihn berühmt und reich gemacht.

Doch Buffett, der inzwischen drittreichste Mann der Welt, ist kein Dagobert Duck, der sich in seinen Milliarden aalt. Und so leistet er nun erneut Schützenhilfe für die strauchelnde Solarbranche: Das US-Unternehmen SunPower teilt mit, das Antelope Valley Solarprojekt in Kalifornien für 2,5 Milliarden US-Dollar an einen Stromversorger der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway verkauft zu haben, die Buffett aufgebaut hat und an der er die Mehrheit hält. Es ist bereits die dritte große Investition innerhalb kürzester Zeit. Im Dezember 2011 hatte Berkshire etwa dem US-Unternehmen First Solar ein anderes Projekt in Kalifornien abgekauft.

Der Versorger MidAmerican Energy Holdings und SunPower bezeichneten das Solarvorhaben Antelope Valley als weltgrößtes photovoltaisches Entwicklungsprojekt. Noch in diesem Quartal soll mit den beiden dazugehörigen Anlagen begonnen werden. Kalifornien leidet wie viele andere Märkte an gewaltigen Überkapazitäten und Billigangeboten aus Asien. Die Investition Buffetts wird daher als positives Signal gewertet. Nicht zuletzt, weil Buffett mit seinem Gespür für gute Anlagen selten daneben lag. Inwieweit hier Renditeerwartungen eine Rolle spielen, ob Berkshire sich mit den Investitionen einen ‚grünen‘ Anstrich verpassen will oder ob hier tatsächlich ökologische Ansinnen zum Tragen kommen, ist schwer zu beurteilen. Der Solarbranche wird der Einstieg auf jeden Fall einen dringen benötigten Auftrieb geben.

Josephin Lehnert

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