Punkte für die Bundesliga

Die Bundesliga verdient ordentlich Punkte auf ihrem Konto, allerdings auf dem Ökokonto! Demnach belegt Kaiserslautern den ersten Platz in der Liga, dicht gefolgt von Mainz und Bremen, auch Freiburg behauptet sich in der Solarbundesliga und nimmt einen der vorderen Plätze ein. Weit abgeschlagen die Bayern und auch in Frankfurt tut sich nichts bei der Aufholjagd.

Das Jahr 2010 war für die Kaiserslautern ein durchschlagender Erfolg, zumindest, was das Fitz Walter Stadion angeht. Hier wurde die weltweit größte Solaranlage auf einem Stadiondach eingeweiht. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern bringen es die auf dem Stadiondach aufgebrachten Photovoltaikmodule auf eine Gesamtleistung von rund 1.35 Megawattpeak.

Vorbildlich auch die Bremer mit ihrem Photovoltaik-Projekt, das bis 2009 noch die Solarliga anführte. Ihr Stadion erzeugt auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern jährlich rund 850.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom im Jahr, mehr als 450 Tonnen CO2 können damit eingespart werden.

Auch das Mainzer Fußballstadion schlägt sich ausgesprochen gut in der Tabelle. Auf einer Fläche von 9.000 Quadratmetern sorgen 11.000 Solarmodule für etwa 700.000 Kilowattstunden grünen Strom im Jahr. Eine Besonderheit des Projekts ist dabei die ganz besondere Bürgernähe. Wer möchte, kann ganz ohne eigene Dachfläche in den umweltfreundlichen Solarstrom investieren. Mindestens 500 Euro und maximal 5.000 Euro können zu einem Zinssatz von 3,5 Prozent über eine Laufzeit von zehn Jahren angelegt werden.

Als Vorreiter in der Photovoltaikgeschichte der Bundesliga gilt der SC Freiburg. Der badische Verein begann bereits Ende der 90er Jahre mit dem Bau des ersten Solardachs. Mittlerweile produziert der Verein genau so viel Strom, wie er verbraucht. 250.000 Kilowattstunden pro Jahr werden hier klimaschonend durch die Sonne erzeugt.

Bei einigen Vereinen scheint der Umweltgedanke jedoch noch nicht ganz so verankert zu sein und Nachhaltigkeit rutscht auf die hinteren Ränge ab. Moderne Fußballtempel wie etwa in München oder Frankfurt setzen eher auf schicke Leichtbauten visionstüchtiger Architekten. Ihre Bauweise lässt der Photovoltaik keine Chance, dabei benötigen sie alleine durch ihre ausgefeilten Lichtspielereien so viel Strom, wie eine ganze Kleinstadt.

Judith Schomaker

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