Photoflow: Solarzelle sammelt Regenwasser

Photoflow Solarzelle

Sie ist ein kleines Allroundkraftwerk: Photoflow liefert nicht nur grünen Strom, sondern auch Trinkwasser. Für Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben kann die Solarzelle Photoflow das Überleben sichern.

Die Konstruktion besteht aus acht identischen dreieckigen Solarmodulen, die zu einem Achteck zusammengefügt sind, das in der Mitte einen kleinen Trichter bildet. In diesem sammelt sich das Regenwasser und läuft von dort in einen Filter. Das ganze wird auf einem Wassertank montiert, der das aufgefangene und gefilterte Regenwasser speichert.

Der Wassertank besteht aus recycelten Polyethylenen und fasst 400 Liter Wasser. Die Innenwände des Tanks sind mit einer speziellen Schicht überzogen, damit sich keine Bakterien und Algen bilden. Die Solarmodule bestehen aus monokristallinem Silizium, bedeckt mit einer antireflektiven Schicht, die den Halbleiter schützt und den Verlust an Einstrahlung durch Reflektion verhindert.

Außen verhindert ein abweisender Schutzfilm, dass sich auf den Modulen Schmutz ablagert. Die einzelnen Module lassen sich sehr einfach säubern, warten und bei Bedarf austauschen.

 

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Solarstrom und Trinkwasser für Entwicklungsländer

Das Photoflow-System wird einfach auf dem Hausdach installiert und dient dort als Mini-Heimkraftwerk. Weltweit leben noch immer 1,2 Milliarden Menschen ohne Strom und 780 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser – die meisten davon in Entwicklungsregionen. Für diese Menschen könnte das Photoflow-System das Überleben sichern helfen.

Der Entwickler von Photoflow, das Designunternehmen NOS – Not Just Design aus Mexiko, gegründet von Agustin Otegui Saiz, sucht noch Geldgeber zur Umsetzung seines Projekts. Aktuell wird mit einem Photoflow-Prototypen getestet, wie viel Regenwasser und Sonnenlicht sich mit der Konstruktion auffangen lässt.

Wenn die Produktion startet, sollen die ersten Geräte in Mexico City aufgestellt werden, wo es das ganze Jahr über viel Sonne und Regen gibt.

Josephin Lehnert

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3 Bemerkungen

  • Sorry – aber das obige ist eine vielleicht sprachlich gute, aber fachlich miserable Übersetzung aus dem Englischen: „silicon“ ist in diesem Zusammenhang immer noch mit „Silizium“ zu übersetzen, nicht mit „Silikon“. Ein „semiconductor“ ist ein „Halbleiter“ – den Begriff „Semikonduktor“ habe ich im Deutschen noch nie gehört. Dann – das mag im englischen Originaltext schon falsch sein – sehe ich auf der Zeichnung keine dreieckigen, sondern trapezförmige Solarmodule. – Dass es in Mexiko „viel Sonnen“ gibt, lässt mich allerdings nicht nur an der Fach-, sondern auch an der Sprachkompetenz zweifeln, falls es nicht einfach ein Flüchtigkeitsfehler ist: Oder scheint in Mexiko tatsächlich mehr als eine Sonne?

    Vielleicht komme ich etwas „pingelig“ herüber, aber ich mag Schlamperei nicht; schon gar nicht wenn der Bereich CleanEnergy davon betroffen ist.

  • Vielen Dank für die Hinweise. Wir haben die Fehler ausgebessert.

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