Italien: Solarkraftwerke auf Pump

PV; Foto: shutterstock

Ein Bankenkonsortium aus KfW IPEX-Bank, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Deutsche Bank und Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat die Fremdfinanzierung von fünf großen Photovoltaikanlagen in Italien ermöglicht. Das Konsortium hat hierzu Kreditmittel in Höhe von über 110 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Fremdfinanzierung wurde unter Einbindung zinsgünstiger Refinanzierungsmittel aus dem Finanzierungsprogramm für erneuerbare Energien der KfW strukturiert.

Strom für über 10.000 Haushalte

Italien zählt zu den wachstumsstärksten Photovoltaik-Märkten der Welt. Die fünf neuen Solarkraftwerke verfügen über eine Kapazität von 30,4 Megawatt. Während die neuen Anlagen Piazza Armerina (3,594 Megawatt) und Troina (5,266 Megawatt) im Zentrum Siziliens liegen, befinden sich die Kraftwerke Carlino 1 (5,535 Megawatt), Carlino 2 (9,915 Megawatt) und Carlino 3 (6,086 Megawatt) im Norden des Landes in der Provinz Udine, Teil der Region Friaul-Julisch Venetien.

Auf einer Fläche von insgesamt 129 Hektar wurden 145.000 polykristalline Solarmodule führender Hersteller verbaut. Die fünf Solarparks produzieren 47 Millionen Kiloattstunden Strom aus umweltfreundlicher Sonnenenergie, ausreichend für die Versorgung von umgerechnet 10.500 Vier-Personen-Haushalten. Alle Projekte sind bereits seit Ende April 2011 an das italienische Stromnetz angeschlossen und unterliegen somit den Regelungen der Einspeisevergütungen Conto Energia 2 und Conto Energia 3.

Frisches Geld von der Börse

Generalunternehmer für den Bau der fünf Solaranlagen sowie verantwortlich für deren Betrieb und Servicewartung sind die a+f Italia S.r.l. und die a+f GmbH, beides Tochterunternehmen des Bielefelder Maschinenbauers Gildemeister. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen der fünf Solaranlagen auf 180 Millionen Euro. Die Eigenmittel sind von der KGAL, Initiator der Finanzierung, über die zwei bereits erfolgreich platzierten, geschlossenen Fonds „European Solar Power Funds Nr. 1“ und „InfraClass Energie 5“ eingebracht worden.

Daniel Seemann

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