Intersolar auch in diesem Jahr ein Erfolg

Vom 27. bis 29. Mai fand in München die weltweit größte Fachmesse für Solartechnik Intersolar statt. Das CleanEnergy Project sprach mit Markus Elsässer, dem Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH und Veranstalter der Intersolar.

Herr Elsässer, die Wirtschaftskrise belastet zurzeit ganze Industriezweige. Wie viel ist von der Krise auf der Intersolar 2009 zu spüren? 
Mit 1.417 Ausstellern haben wir in diesem Jahr einen Zuwachs von über 31 Prozent gegenüber 2008. Die Ausstellungsfläche ist von 76.000 Quadratmetern auf 104.000 Quadratmeter gestiegen. Für eine Messe ist solch ein Wachstum außergewöhnlich. Der Branche geht es also verhältnismäßig gut. Einige Firmen haben jedoch Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Großprojekten, da sich die Banken hier bei der Kreditvergabe zurückhalten. Gute Zeiten erleben dagegen Investoren für Solaranlagen. Die Renditen sind derzeit sehr lukrativ. 

Die Jobbörse und persönliche Karriereberatung bekam dieses Jahr noch mehr Platz auf der Intersolar als bisher. Gibt es denn auch eine deutliche Zunahme an Stellenangeboten? 
Die Unternehmen sind momentan eher zurückhaltend mit Neueinstellungen. Aktuell haben wir rund 200 Angebote – also etwas mehr als im letzten Jahr. 

Die Anzahl der Job-Interessenten dürfte dieses Jahr jedoch hoch sein…
Ja, die Nachfrage an offenen Stellen ist dieses Jahr in der Tat sehr hoch. 

Vom 14. bis 16. Juli findet in San Francisco die Intersolar North America statt. Wie ist denn gerade die Lage im nordamerikanischen Solarmarkt?
Durch den Wechsel von Bush zu Obama hat sich die Situation stark geändert. Während Bush den Ausbau erneuerbarer Energien stark ausbremste, wird dieser seit Obama durch Steuererleichterungen und nun auch durch das Konjunkturpaket gefördert.

Macht sich dies auch an den Ausstellerzahlen der Intersolar North America bemerkbar?
Im letzten Jahr hatten wir 210 Aussteller. Dieses Jahr rechnen wir mit 450 bis 500 Ausstellern. Bisher sind knapp 400 Anmeldungen eingegangen.

Worin unterscheidet sich die Intersolar in San Francisco inhaltlich von der Intersolar in München?
In San Francisco steht die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum fertigen System im Vordergrund. Hier in München liegt der Schwerpunkt auf der Fertigung.

Gibt es Pläne für einen weiteren Ableger der Intersolar – beispielsweise in Asien?
Die Vision, eine weitere Intersolar ins Leben zu rufen, ist durchaus gegeben. Über den Standort kann ich jedoch noch nichts sagen. Um die Intersolar in Deutschland allerdings nicht zu schwächen, wird sie auf jeden Fall außerhalb Europas sein.

Vielen Dank für das Gespräch.

Corinna Lang

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