Größte Solarfarm der USA geht in Kalifornien ans Netz

In Kalifornien wurde eine der größten Solarfarmen der Welt eröffnet.

Am vergangenen Montag ist einer der größten Solarparks der Welt offiziell eröffnet worden. Das Megaprojekt „The Desert Sunlight Solar Farm“ in Desert Center, Kalifornien, kann mit 550 Megawatt möglicher Leistung bis zu 160.000 durchschnittliche Haushalte im Jahr mit Energie versorgen. Das riesige Kraftwerk soll künftig mit dazu beitragen, das ehrgeizige Energieziel des US- Bundesstaates zu erreichen. Kalifornien möchte bis 2030 die Hälfte seines Stroms durch Erneuerbare Energien erzeugen.

Das ist der Beginn einer Zukunft der Erneuerbaren Energien, die niemals versiegen und die kein CO2 freisetzen„, sagte die US- Innenministerin Sally Jewell, die vergangenen Montag extra für die Eröffnung der Solarfarm in die kalifornischen Mojave- Wüste gereist war. „Solaranlagen wie Desert Sunlight helfen dabei, Jobs zu schaffen, Erneuerbare Energien zu etablieren und die CO2- Emissionen zu senken.

Die Größe des Solarparks ist beeindruckend: Mehr als acht Millionen Photovoltaik- Module auf einer Gesamtfläche von 1500 Hektar erzeugen zu Spitzenzeiten bis zu 550 Megawatt Leistung. Genug, um Strom für 160.000 amerikanische Haushalte zu liefern. Das macht die Anlage, die vom US- Solarunternehmen „First Solar“ gebaut wurde, zu einer der zehn größten Solarparks weltweit und zur neuen Nummer Eins innerhalb der USA. Durch den Solarpark könnten jährlich geschätzte 300.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht in etwa dem CO2- Ausstoß von 60.000 Fahrzeugen.

Die Anlage, die bereits im Dezember 2014 in Betrieb ging, soll mit dazu beitragen, das kalifornische Energieziel zu erreichen, das der kalifornische Gouverneur Jerry Brown erst im Januar weiter erhöht hatte. Bislang war geplant gewesen, Kalifornien bis 2020 zu 33 Prozent mit regenerativen Energien zu versorgen. Energieexperten gehen davon aus, dass das leicht zu realisieren ist. Brown sagte der LA Times daraufhin, er habe das Ziel nun erhöht, um weiterhin Anreiz zu schaffen, neue Verträge mit Solarenergie- oder Windkraftunternehmen abzuschließen. Nun soll bis 2030 50 Prozent des in Kalifornien benötigten Stroms aus erneuerbarer Energieerzeugung kommen.

Martín Múgica, der Präsident von „Iberdrola Renewables“ sagte dazu, viele hätten im Vorfeld angenommen, das ursprüngliche 33 Prozent Ziel sei vielleicht zu hoch gesteckt gewesen. Doch nun sehe man, dass das nicht stimme. Die neue Zielsetzung des Gouverneurs werde die treibende Kraft für weitere Innovationen im Energiesektor sein und außerdem dafür sorgen, dass der Ausbau der Erneuerbaren auch in Zukunft weiter fortschreiten werde. Auch Innenministerin Jewell lobte, Gouverneur Brown habe durch seine Politik einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels geleistet und den USA auf dem weiteren Weg in eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien einen Schritt weiter geholfen.

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