Gewaltige CO2-Einsparungen für 2012

Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden im Jahr 2012 durch die Nutzung von Solarenergie bei Strom- und Wärmeerzeugung mehr als 19 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Dieser durchaus beeindruckende Wert entspricht durchschnittlich den CO2-Emissionen von etwa neun Millionen Mittelklasse-Pkw pro Jahr. Es ist auch eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, denn im Vergleich zu 2011 haben die rund drei Millionen Solaranlagenbetreiber in Deutschland ihren Klimaschutzbeitrag um 40 Prozent erhöht.

Bei solchen Zahlen ist es kein Wunder, dass Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, begeistert ist: Strom und Wärme aus der Sonne leisten damit nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung in Deutschland, sie entlasten auch maßgeblich unsere Umwelt.“ Wenig Grund zur Freude bereitet allerdings die Tatsache, dass gleichzeitig der Treibhausgasausstoß in Deutschland wieder angestiegen ist. Nach Angaben des Umweltbundesamtes liegt das an höheren Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung.

Schuld daran ist die Preisentwicklung: Die Kosten für Kohlestrom sind – unter anderem durch den Preiseinbruch im CO2-Zertifikathandel – in letzter Zeit sogar deutlich gesunken. Körnig ruft daher zu einer schnellen Reform der Regeln für den Energie- und Emissionshandel auf: „Der wachsende Umweltnutzen erneuerbarer Energien darf nicht dadurch konterkariert werden, dass der verbleibende Restenergiebedarf immer schmutziger gedeckt wird. Stattdessen müssen die Anreize für Energieeffizienz und klimafreundliche Energieträger deutlich erhöht und CO2-Schleudern verteuert werden“.

Speziell beim letzten Punkt erhält Körnig auch Rückendeckung von Umweltexperten, die kritisieren, dass die Kosten für Strom aus Braun- und Steinkohle eigentlich deutlich höher liegen müssten, wenn die Folgen für Umwelt und Gesundheit konsequent mit eingepreist würden. Ein solcher Schritt könnte auch dem weiteren Ausbau von Solarenergie einen weiteren Schub verpassen. Laut BSW-Solar ist das ungenutzte Solarenergie-Potenzial nach wie vor gewaltig: Drei von vier geeigneten Dächern sind bislang ungenutzt und könnten einen wichtigen Beitrag leisten, der sich laut Körnig für Klima und Hausbesitzer gleichermaßen rechnet: „Wer das Klima schonen und sich langfristig von steigenden Energiekosten unabhängiger machen möchte, setzt jetzt auf Solarenergie.“

Weitere Informationen zu Technik, Rechtsvorschriften, Umweltaspekten und den verschiedenen Möglichkeiten der Energiegewinnung durch Solarenergie finden interessierte Eigenheimbesitzer zum Beispiel unter http://www.immobilienscout24.de/de/umbau/haustechnik/solaranlagen/index.jsp.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) ist mit über 800 Solarunternehmen die Interessenvertretung der deutschen Solarbranche. Der Verband agiert als Informant, Berater und Vermittler im Aktionsfeld zwischen Wirtschaft, Politik und Verbrauchern. Er sorgt für Investitionssicherheit in der Wachstumsbranche Solarenergie. Alle wichtigen Unternehmen der Solarindustrie – von Rohstofflieferanten und Produktionsfirmen, über das Handwerk bis hin zu Betreibergesellschaften, Planern und Financiers – bauen auf Sachverstand und Kommunikationsvermögen des BSW-Solar.

Matthias Schaffer

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