First Solar gewinnt Aufträge von 160 MW in der Türkei

PV Solarmarkt in Türkei
PV Solarmarkt in Türkei

Trotz dem Isolationskurs der Türkei und dem teilweisen Rückzug ausländischer Investoren berichtet First Solar von wachsenden Geschäften. Das U.S. Unternehmen gewann zusätzliche Aufträge für die Lieferung von Solarmodulen für Solarparks mit einer Leistung von 160 Megawatt.

Zorlu Enerji, eine Tochter der Zorlu Holding, gab bei First Solar 100 MW an Hochleistungs-Dünnschichtmodulen der Serie 4 für Projekte in Auftrag, die 2017 errichtet und in Betrieb genommen werden sollen. Basariarge Enerji A.S. – ein Joint Venture zwischen dem türkischen Infrastrukturunternehmen Basari Yatirimlar und der Basari Group – beauftragte 60 MW an Modulen für eigene Projekte sowie PV-Kraftwerke, für die das Unternehmen die EPC-Leistungen erbringen wird. Die ersten Module sollen laut Unternehmensangaben Ende 2016 ausgeliefert werden.

„Diese Verträge bestätigen die Einschätzung, dass Solarenergie und die Technologie von First Solar die richtige Antwort auf die Herausforderung der Energiesicherheit in der Türkei sind – denn sie liefern zuverlässig kostengünstigen Strom, um den unmittelbaren Bedarf zu decken. Darüber hinaus bestätigen sie erneut First Solars Vertrauen in die Nachhaltigkeit des türkischen Solarmarktes“, erklärte Georges Antoun, Chief Commercial Officer bei First Solar.

First Solar eröffnete im April 2014 eine Niederlassung in Istanbul und konnte seitdem einen Modulabsatz von insgesamt über 300 MW sichern, was das Unternehmen zu einem der führenden Lieferanten von Solarmodulen im Land macht. Gut ein Dutzend internationaler Solarunternehmen, darunter viele deutsche Firmen wie IBC Solar, Phoenix Solar, Schletter, SMA, Kaco, Goldbeck Solar oder Meteocontrol sind in der Türkei aktiv und betreiben dort meist Niederlassungen.

Die türkische Regierung versucht zwar die Verwendung heimischer Solarmodule durch durch Bonuszahlungen auf den geltenden Einspeisetarif und Importzölle zu steigern und es gibt knapp ein Dutzend kleinerer örtlicher Modulhersteller. Doch bisher greifen die meisten Projektierer und Firmen zumindest für die vorherrschenden größeren Projekte auch aus Qualitätsgründen auf Importmodule zurück.

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Das Wachstum des türkischen Marktes in 2016 wurde Anfang des Jahres auf gut 600 bis 700 MW veranschlagt. Ob dies erreicht wird hängt jedoch sicherlich auch von der weiteren politischen Entwicklung am Bosporus ab.

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