EU beendet Zölle auf Solarimporte

Die EU beendete die Zölle auf Modul- und Zellimporte aus China, Taiwan und Malaysia.
Die EU beendete die Zölle auf Modul- und Zellimporte aus China, Taiwan und Malaysia. (Bild: Jinko Solar)

Die EU Kommission hat die Zölle auf chinesische Solarimporte zum 3. September auslaufen lassen. Nun werden ein weiteres Marktwachstum der Photovoltaik und sinkende Solarmodulpreise erwartet.

Seit fünf Jahren galten in der EU Mindestimportpreise für Solarmodule und Zellen aus China, Taiwan und Malaysia, die überhalb der Weltmarktpreise lagen. Offizieller Grund war das Verhindern ungleichen Wettbewerbs sowie der Schutz der europäischen Hersteller.

Doch die Zölle auf Solarimporte waren von Anfang an sehr umstritten. Der Großteil der europäischen Solarbranche lehnte sie ab, weil dies Photovoltaik unnötig verteuere, den Zubau bremse und so Arbeitsplätze vernichte. Befürworter waren einige Hersteller rund um die mittlerweile insolvente SolarWorld.

Marktschub für Photovoltaik durch Wegfall der Mindestpreise für Solarimporte

Nun beendete die Kommission offiziell die Handelsrestriktionen auf Solarimporte mit Wirkung von gestern. Der Sprecher der Solar Alliance for Europe (Safe) Holger Krawinkel sieht darin einen riesigen Marktschub für die Photovoltaik durch die Möglichkeit eines noch kostengünstigeren Ausbaus. Er hält eine Steigerung des Zubaus um mindestens 30 Prozent im kommenden Jahr für möglich. Dies sei auch dringend erforderlich, um den wachsenden Ökostrombedarf durch Elektroautos und Power2Heat-Anwendungen zu bedienen so Krawinkel.

Mittelfristig hält Krawinkel einen jährlichen Zubau von acht bis zehn Gigawatt Photovoltaik für erforderlich, um die Klimaschutzziele und die beschlossene Erhöhung der Erneuerbaren am Strommix in Höhe von 65 Prozent bis 2030 in Deutschland zu erreichen. In diesem Jahr liegt der voraussichtliche Zubau der Photovoltaik in Deutschland bei rund 2,5 Gigawatt.