Die mobile Ladestation Solar Vox

Sonne; Foto: shutterstock

Die amerikanischen Designer Eric Strebel und Jim Nogarian haben eine sehenswerte tragbare Solar-Ladestation namens Solar Vox entworfen. Außerdem ist die emissionsfreie Powerstation wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie schwierig es sein kann das nötige Kapital aufzutreiben um eine Idee verwirklichen zu können.

Doch vorerst einmal zu dem Produkt an sich. Der Solar Vox ist eine kleine und deshalb einfach transportable Ladestation für MP3-Player, Handys, iPods und ähnliche Elektrogeräte.

Solarpaneele laden zwei kleine AA-Batterien und über ein USB-Kabel kann man damit dann die besagten Geräte aufladen, auch wenn die Sonne längst untergegangen ist. Und durch ein spezielles Design lässt sich die portable Ladestation in vier verschiedenen Winkeln nach der Sonne ausrichten und fängt so die Sonnenstrahlen optimal ein.

Außerdem versprechen die Designer aus Detroit hohe Qualität und eine Lebensspanne von über zehn Jahren. Und sollte die Sonne einmal ganz hartnäckig nicht scheinen, lassen sich die Batterien des Solar Vox auch über einen Computer aufladen.

Und nun zur finanziellen (Kehr-)Seite der Medaille. Strebel und Nogarian wandten sich mit ihrer Idee nicht direkt an Vertreter der Industrie, sondern versuchten ihren Solar Vox über KickstarterRealität werden zu lassen. Das Prinzip ist denkbar einfach und momentan mehrfach in der Presse: Auf der Webseite treffen Ideen jeglicher Art und potentielle Unterstützer aufeinander, das Ziel ist die erfolgreiche Umsetzung. Die Bandbreite reicht dabei von Musikern, die Geld für das nächste Album auftreiben wollen über Schriftsteller, die ihre Worte endlich gedruckt sehen möchten, bis hin zu Erfindern aller Art, die für ihre Geistesblitze werben. Die Unterstützer erhalten dann im Gegenzug beispielsweise exklusiv eines der ersten Exemplare.

So warben auch Eric Strebel und Jim Nogarian auf einer eigens dafür erstellten Seite um finanzielle Unterstützung für ihre Idee und versuchten auf diese Art bis 28. Januar 35.000 US-Dollar aufzutreiben. Und während das finanzielle Ziel bei anderen Projekten tatsächlich auch locker erreicht oder sogar deutlich überschritten wird, fanden sich für den Solar Vox gerade einmal enttäuschende 46 Unterstützer, die insgesamt knapp 5.000 US-Dollar locker gemacht hätten.

Das ist zwar auch ein Batzen Geld, aber natürlich weit entfernt von dem geplanten Zielbetrag und somit muss man diesen Finanzierungsanlauf als grandios gescheitert betrachten. Ich bin gespannt, ob es den beiden Designern letztlich doch noch gelingen wird, die portable Ladestation Solar Vox Realität werden zu lassen. Zu wünschen wäre es ihnen…

Matthias Schaffer

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