Das Super-Sonnenkraftwerk

Obama macht Ernst! Mit der Genehmigung des weltweit größten Sonnenkraftwerks untermauert er seine angekündigte Öko-Strategie. Auch die deutschen Finger spielen in der Anlage, die so viel Strom produzieren soll wie ein Atommeiler, kräftig mit. Der Kraftwerksbauer Solar Millennium aus Erlangen errichtet die Super-Solaranlage, bei der auch der US-Ölkonzern Chevron beteiligt ist, in der Mojave-Wüste.

Künftig sollen also in der Nähe von Blythe Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1.000 Megawatt in der Sonne glitzern. Sechs Milliarden Dollar soll das Projekt bis zu seiner Inbetriebnahme verschlingen, dann liefert es Strom für 300.000 bis 750.000 Haushalte und forciert zum größten Solarenergie-Standort der Welt. Die Baugenehmigung der kalifornischen Energiebehörde liegt bereits seit Ende September vor, bis zum Jahresende soll nun ebenso zügig der Startschuss für den Baubeginn fallen.

Schon bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren kündigte Präsident Obama eine Energie-Revolution an. Noch führen fossile Energieträger die Rangliste der Energieversorgung in den USA an, doch die Erneuerbaren holen kräftig auf. Überall entstehen große Windparks, nicht selten unter deutscher Beteiligung und auch finanzkräftige Investoren aus China sehen im US-Windstrom einen Zukunftstrend.

Ebenso spielt die Sonne für die zukünftige Energiegewinnung eine immer wichtigere Rolle, vor allem im sonnenreichen Kalifornien. Doch nicht nur das Blyte-Projekt ist eines der großen Solar-Vorhaben der USA, auch andere Solarprojekte wurden kürzlich genehmigt. Insgesamt wird ihnen eine Gesamtleistung von 2.800 Megawatt zugeschrieben. Öko-Strom, der bis zu zwei Millionen Haushalte versorgen könnte.

Judith Schomaker

1 Kommentar

  • leider reissen sich das wieder die konzerne unter die finger! – siehe auch desertec – warum kann sowas nicht bspw. die eu finanzieren und dann dafür sorgen, dass nach bspw. 30 jahren, wenn die kapitalgeber ihr geld wieder haben, der strom wirklich zum herstellungspreis (betriebskosten fürs spiegelputzen und wartungen) vertrieben werden kann.