Berlins größte Solaranlage

Photovoltaikanlage Berlin Reuchlinstraße

In Berlin entsteht derzeit das bis dato größte Solaranlagenprojekt der Stadt. Bis zum Sommer 2014 sollen 140 Dächer von 32 Gewerbehöfen mit Solarmodulen ausgestattet werden. Jährlich lassen sich damit rund 5.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Das entspricht etwa 400.000 neu gepflanzten Bäumen oder dem zehnfachen Baumbestand des Berliner Tiergartens.

Auf 32 Gewerbehöfen in den Berliner Stadtteilen Charlottenburg, Kreuzberg, Lichtenberg, Marienfelde, Pankow, Tempelhof und Wedding installiert die ORCO-GSG, eine Gewerbesiedlungs-Gesellschaft, insgesamt 26.200 Solarmodule auf 43.000 Quadratmetern Dachfläche. Zusammen sollen diese auf eine Leistung von 6,4 MW kommen. Aneinandergereiht würden sie eine ganze Marathonstrecke ergeben.

Pro Jahr werden die Anlagen 5.800.000 kWh Ökostrom produzieren. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Wirtschaft in der Hauptstadt. Rund 1.200 Gewerbemieter können den selbst erzeugten Ökostrom zu besonders günstigen Konditionen beziehen. Hinzu kommt, dass es sich bei den Modulen um regionale Produkte handelt, die von den Brandenburger Solartechnikexperten mp-tec hergestellt werden.

Der größte Teil des Solarstroms wird zunächst in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Bis spätestens 2015 will die ORCO-GSG bis zu einem Drittel davon für die Eigenstromversorgung nutzen und den Rest den Gewerbemietern anbieten. Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin, erklärte zum Startschuß des Projekts Ende März: „Berlin plant bis 2050 klimaneutral zu sein. Und dafür gibt es noch viel zu tun. Wir müssen nicht nur für eine umweltverträgliche Energieerzeugung sorgen, sondern gleichzeitig auch eine bezahlbare Energieversorgung sicherstellen. Zu beidem leistet die ORCO-GSG mit der neuen Photovoltaik-Anlage einen wichtigen Beitrag.“

 

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