Ausbau der Solarenergie in Brasilien

Bralilianische Flagge

Wenn die Fußballspieler während der WM 2014 in Brasilien der Ballflugkurve nachblicken, werden sie nicht nur jubelnde Fans sehen. Von den Stadiondächern blitzen ihnen dann auch Photovoltaikanlagen entgegen.

Auf den Dächern der Fußballstadien im Spielort Belo Horizonte sollen moderne Photovoltaikanlagen bei der Fußball-WM 2014 umweltfreundliche und nachhaltige Solarenergie erzeugen.Für die Installation der Solardächer in den Stadien „Mineirão“ und „Mineirinho“ hat die deutsche KfW-Entwicklungsbank einen Darlehensvertrag in Höhe von zehn Millionen Euro mit dem brasilianischen Energieversorgungsunternehmen Companhia Energética de Minas Gerais (CEMIG) unterzeichnet.

Ökostrom für brasilianische Verbraucher

Die Photovoltaikanlagen werden insgesamt eine Leistung von 2,5 Megawatt haben. „Mittels dieser Projekte möchten wir das sonnenreiche Brasilien dabei unterstützen, den Durchbruch bei der Photovoltaik zu schaffen“, sagt Norbert Kloppenburg, Mitglied des KfW-Vorstands. Die Erweiterung des Energiemixes in Brasilien auf erneuerbare Quellen werde den Ausstoß umwelt- und klimaschädigender Emissionen maßgeblich verringern.

Das Programm wird auch von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt, die die Vermarktung des Solarstroms sowie die Fortbildung von technischem Personal fördert. Die in Belo Horizonte erzeugte Energie wird ins brasilianische Stromnetz eingespeist. So profitieren die brasilianischen Energieverbraucher direkt von dem umwelt- und klimaschonend erzeugten Strom.

Arbeitsplätze durch Sonnenkraft

Zukünftig sollen die großen Chancen, die Brasiliens Sonne bietet, noch stärker genutzt werden. Das gemeinsame Ziel von KfW und CEMIG ist es, dass sich die Photovoltaik in Brasilien langfristig etabliert. Nur so kann die Solarenergie positive Wirkungen entfalten, die weit über die Fußball-WM 2014 hinausgehen. Das Projekt von Belo Horizonte soll dafür nur der Anstoß sein.

Daniel Seemann

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