Unfall in ukrainischen Atomkraftwerk löst Panik aus

Die Eilmeldung über eine Havarie des ukrainischen Atomkraftwerkes Saporoschje ging gestern Mittag um die Welt und rief bei vielen böse Erinnerungen an das Reaktorunglück in Tschernobyl und Fukushima wach. Zunächst war nicht klar, ob durch den Störfall Menschenleben in Gefahr sein könnten. Der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk schürte durch seine Äußerung, es sei zu einem Atomunfall gekommen, zusätzlich die Angst vor einem GAU.

Doch bereits kurze Zeit später gab der ukrainische Energieminister Entwarnung. Es sei lediglich zu einem Kurzschluss gekommen. Der Reaktorblock sei notabgeschaltet worden, aber Radioaktivität sei nicht ausgetreten. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Schon am Freitag könne das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden. Warum Jazenjuk zunächst von einem Atomunfall gesprochen hatte, ist unklar. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass es sich um einem Übersetzungsfehler der Nachrichtenagenturen gehandelt haben könnte.

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