Nachfrage nach Öl ist in aufstrebenden Märkten besonders hoch

OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri

OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri erklärt, wie die OPEC ihre Märkte in wachsenden Volkswirtschaften wie China und Indien entwickeln wird. In einem Exklusivinterview mit Geopolitical Information Service AG sagt er, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen keinen Einfluss auf die OPEC haben wird, da die Nachfrage nach Öl im Rahmen des globalen Fahrzeugbestandes steigen wird. Dies gilt besonders für Länder mit stark wachsenden Volkswirtschaften, wie China und Indien. Hier wird erwartet, dass sich sehr viele Menschen zu einem Fahrzeugkauf hinreissen lassen.

Welches ist Ihrer Ansicht nach die wichtigste Aufgabe der OPEC und wie hat sich diese im Lauf der Jahre gewandelt?

Als die OPEC 1960 gegründet wurde, bestand ihr Ziel darin, den Ölmarkt im Interesse der wirksamen, kostengünstigen und regelmäßigen Versorgung von Verbrauchern zu stabilisieren, für Förderländer stabile Einnahmen zu gewährleisten sowie für Investoren einen fairen Kapitalertrag zu ermöglichen. Der Fokus lag damals wie heute auf dem Aspekt der Stabilität.

Der Markt hat sich natürlich in den vergangenen 50 Jahren entwickelt. Einerseits ist er heute deutlich größer. 1960 lag das Angebot an Flüssigrohstoffen gerade mal bei 22 Millionen Barrel pro Tag. Bis 2012 hat sich dieser Wert auf 90 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Betrachtet man das OPEC-Rohölangebot, so ist dieses von fast 8,3 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 1960 auf etwa 30 Millionen Barrel pro Tag im letzten Jahr angestiegen.

Zusätzlich zu dieser Vergrößerung des Marktes haben sich unsere wechselseitigen Beziehungen erweitert. Der Ölmarkt ist heutzutage durch gegenseitige Abhängigkeiten gekennzeichnet – Produzenten und Verbraucher, nationale und internationale Öl- und Gasunternehmen, unabhängige Akteure, Dienstleistungsunternehmen, Händler, Finanziers und Aufsichtsbehörden spielen dabei alle eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus sind auch in anderen Bereichen Entwicklungen und Veränderungen zu verzeichnen. Zum Beispiel – und dies ist keine erschöpfende Aufzählung – haben uns technologische Verbesserungen ermöglicht, stetig die Grenzen des Machbaren zu verschieben und somit die Reichweite der Branche zu vergrößern, Kosten zu reduzieren und zusätzliche Ressourcen zu erschließen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf der Website www.worldreview.de unseres Medienpartners Geopolitical Information Service AG. Dort können Sie sich den Beitrag auch als Audio-Version anhören.

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