Konventionelle Energieerzeugung teurer als Ökostrom

Das vergangene Jahr war ein gutes für die Erneuerbaren in Deutschland. Zum ersten Mal lag der Anteil an Ökostrom am deutschen Strommix höher als der aller anderen Energieformen. Knapp dahinter lag allerdings die Stromerzeugung aus dem fossilen Rohstoff Kohle. Denn Braunkohle ist vor allem eins: sehr billig. Bislang galten die Erneuerbaren allgemein noch als teuer als Kohleverstromung oder die Atomkraft.

Dass das so nicht ganz stimmt, zeigt jetzt eine Studie, die das Forum „Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)“ im Auftrag von Greenpeace Energy erstellt hat. Demnach koste die konventionelle Energieerzeugung (Atom- und Kohlekraft) den Verbraucher, aufgrund vieler verdeckter Kosten, mehr als das Doppelte der erneuerbaren Energien

Pro Jahr zahlen die Verbraucher demnach knapp 20 Milliarden Euro für die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) Damit wird vor allem der Ausbau der regenerativen Energien vorangetrieben. Die verdeckten Kosten der Atomkraft und Kohleverstromung belaufen sich jedoch, laut Studie, auf rund 40 Milliarden Euro. Da diese zusätzlichen Kosten allerdings auf keiner Stromrechnung auftauchen, sieht die konventionelle Energieerzeugung auf den ersten Blick günstiger aus – ist sie aber nicht.

Die Wissenschaftler gelangten im Rahmen der Studie zu folgendem Urteil: Müssten die Energieversorger diese verdeckten Kosten für alle ersichtlich aufführen, könnten die erneuerbaren Energien schon heute preislich attraktiver sein als die Atomkraft und Kohleverstromung, denn die „Konventionelle-Energien-Umlage“ wäre insgesamt bedeutend höher als die EEG-Umlage.

1 Kommentar

  • Also sind die 20 Mrd € für 13% der zufälligen Stromerzeugung aus Wind und PV preiswerter als die hergerechneten 40 Mrd € für 60% Strom aus Kohle und Kernkraft, die dazu noch jederzeit in der benötigten Menge zur Verfügung steht?
    Ihr habt es echt geblickt.